Installation von Primus Line in Bad Endorf
Bei der Sanierung einer Trinkwasserleitung in Bad Endorf konnten auch Besucher erleben, wie die Installation von Primus Line abläuft. | Foto: Rädlinger

Grabenlose Erneuerung:

910 Meter Trinkwasserleitung in vier Tagen

CHAM, 18.06.2014 – Schnell und mit minimaler Beeinträchtigung des Umfeldes erfolgte die Erneuerung einer Trinkwasserleitung in einer Urlaubs- und Erholungsregion in Oberbayern. Zum Einsatz kam das grabenlose Sanierungsverfahren „Primus Line“.

Grabenlose Methoden der Rohrsanierung überzeugen unter anderem durch drei Eigenschaften: geringe Eingriffe in die Landschaft, wenig Baustellenlärm und keine Verkehrsstörungen. Vorteile, die besonders in Urlaubs- und Erholungsgebieten eine große Bedeutung haben. So zum Beispiel im oberbayerischen Bad Endorf in der Nähe des Chiemsees. Dort entschieden sich die Verantwortlichen des örtlichen Wasserwerks zur Erneuerung einer Trinkwasserleitung mit der grabenlosen und flexiblen Sanierungsmethode Primus Line.

Bei einer in die Jahre gekommenen PVC-Leitung wurden Wasserverluste beobachtet. Aufgrund des Verlaufs entlang einer Staatsstraße kam für den Auftraggeber nur eine Lösung in Frage, die sowohl hinsichtlich des Einsatzes von Maschinen und der Baumaßnahme selbst wenig Platz benötigt. Primus Line erfüllt diese Ansprüche und steht aufgrund großer Einzugslängen für kurze Bauzeiten und eine schnelle Wiederinbetriebnahme, was gerade im Bereich der Trinkwasserversorgung außerordentlich wichtig ist.

Die Installation auf einer Länge von 910 Metern erfolgte in zwei Abschnitten und nahm mit Einzug, Montage der Verbinder und Druckprobe nur vier Tage in Anspruch. Da Primus Line nicht mit dem Altrohr verklebt wird, war im Vorfeld nur eine Grobreinigung der PVC-Rohre DN 250 notwendig. Speziell für den Trinkwasserbereich bietet die Rädlinger primus line GmbH das Primus Line Niederdrucksystem an. Es kam bei dieser Sanierungsmaßnahme in der Nenngröße DN 250 mit einem maximalen Betriebsdruck von 15 bar zum Einsatz.

Auf dem ersten Sanierungsabschnitt mit einer Länge von 770 Metern verläuft die Trinkwasserleitung in zwei langgezogenen Bögen. Für den Einbau des Liners wurden eine Start- und eine Zielbaugrube erstellt und die Leitung am Anfang sowie am Ende des zu erneuernden Abschnitts getrennt. Seine Flexibilität macht es möglich, dass der Einzug mittels einer Seilwinde selbst durch Bögen von bis zu 45° gelingt. Obwohl auf der Strecke ein Entlüfter anzubringen war, wurde der Primus Line-Schlauch DN 250 in einem Stück eingezogen. Das sparte Zeit, da das Baustellenteam weder das Equipment zu einer weiteren Startbaugrube umsetzen noch den Zugkopf ein weiteres Mal befestigen musste.

Der zweite Sanierungsabschnitt schließt an einen 90°-Bogen an, den die Leitung am Ende des ersten Abschnitts macht. Von dort verläuft die Trinkwasserader weg von der Straße, 140 Meter hin zu einem Pumpwerk am Waldrand. Nach Einzug des gefalteten Primus Line-Schlauchs wurde er auch dort mittels Druckluft in Form gebracht und die Verbinder konnten montiert werden. Nach erfolgter Druckprüfung ging die Leitung wieder in Betrieb. bi

Einen ausführlichen Bericht lesen Sie in der nächsten bi-UmweltBau.