Tsurumi sichert Lieferfähigkeit mit eigenem Konzept

DÜSSELDORF, 14.4.2020 – In der Corona-Krise hat Tsurumi ein ganz eigenes Lieferkonzept. Nach eigenen Angaben ist die Lage beim japanischen Pumpenhersteller daher etwas entspannter als bei vielen anderen Herstellern.

Pumpenfertigung im japanischen Hauptwerk und riesige Zwischenlager: Tsurumi sieht sich gut aufgestellt.
Pumpenfertigung im japanischen Hauptwerk und riesige Zwischenlager: Tsurumi sieht sich gut aufgestellt. | Foto: Tsurumi

„Der Großteil unsers Produktprogramms ist kurzfristig verfügbar“, teilte Europa-Geschäftsführer Daniel Weippert in Düsseldorf mit. Man habe derzeit keine echten Engpässe, die Lager seien gefüllt. Lediglich bei Extremwetterlagen wie Dauerregen könne es kurzzeitig zu Engpässen kommen.

Riesige Lager

Branchenüblich ist die Auftragsfertigung mit Wochen und Monaten an Wartezeit für den Kunden. Tsurumi unterhält hingegen riesige Zwischen- und Auslieferungslager. Für Europa etwa fungiert Belgien als zentrales Logistikzentrum. Hier wird der Nachschub aus Japan angelandet. Man könne eine Reichweite von über einem halben Jahr gewährleisten, so der Hersteller von Pumpen für Klar-, Schmutz- und Abwasser.
Um bestmöglich für potenzielle Ausfälle gewappnet zu sein, habe man auch den Lagerbestand in Düsseldorf beträchtlich erhöht. Ein wesentlicher Teil des Sortiments kann binnen 24 Stunden zur Auslieferung gebracht werden. Selbst Großaggregate sind schon wenige Tage nach der Bestellung beim Kunden. Die Ersatzteilversorgung in der EU erfolgt zentral aus Düsseldorf.

„Made in Japan“

Diese Organisation spielt dem Hersteller derzeit in die Karten. Allerdings seien die Kosten gestiegen, weil die Frachtraten aufgrund knapper Transportkapazitäten höher als zuvor lägen. Tsurumi gebe diese aber nicht an den Kunden weiter, so Weippert. Die Nachschublage für die Werke sieht er nicht gefährdet. Die meisten Pumpen seien „Made in Japan“: Das Land ist noch nicht so von der Krise betroffen wie andere.