Nachhaltig: Promenade aus Naturstein und Klinker

LODDIN/KÖLPINSEE, 17.04.2020 – Beim Neubau einer Promenade am Kölpinsee in Mecklenburg-Vorpommern setzte der Landschaftsarchitekt auf eine optisch überzeugende, nachhaltige sowie (witterungs-)resistente Kombination: Die eine Hälfte der Fläche besteht aus großformatigen Natursteinplatten, die andere aus Pflasterklinkern.

Für das Projekt „Neubau Promenade“ am Kölpinsee entschied sich das zuständige Architektenbüro unter anderem für Pflasterklinker von Vandersanden.
Für das Projekt „Neubau Promenade“ am Kölpinsee entschied sich das zuständige Architektenbüro unter anderem für Pflasterklinker von Vandersanden. | Foto: Thomas Wolff/Gotha



Für den Teil aus Pflasterklinker entschied sich der Architekt Thomas Niessen für Klinker von Vandersanden. „Grundsätzlich arbeiten wir als Architektenbüro sehr gerne mit Pflasterklinkern – das hat sich in Sachen Form, Farbintensität, Farbmuster und Oberflächenstruktur, aber auch beim Thema Nachhaltigkeit bestens bewährt“, erzählt Niessen. „Nicht zuletzt passen die Steine sehr gut zur Architektur an der Küste.“

Die speziell für dieses Projekt verwendeten grauen und gelben Modelle Plauen im Format 200x100x52 sollten sich optisch an der Natur der Umgebung orientieren: Einerseits wurden so die warmen sandigen Töne des Seeheilbads auf der Insel Usedom wieder aufgenommen, andererseits entstand durch das Grau ein interessanter Kontrast. „Ich war erst kürzlich wieder vor Ort und bin nach wie vor hochzufrieden mit der Entscheidung für die Modelle von Vandersanden. Auch nach Jahren intensivster Nutzung ist die Farbechtheit beeindruckend. Und auch die Materialstärke hat sich als optimal erwiesen.“

Nicht nur die vielen Menschen, die täglich auf der Promenade unterwegs sind, stellten eine Herausforderung für das Material dar. Auch durch den wassernahen Standpunkt begründet verlangte Thomas Niessen bei der Auswahl des Materials für das Projekt ein Prüfverfahren, das weit über den Anforderungen der technischen Norm steht. „Wird so nah am Wasser gebaut, sind die Steine jeden Tag 24 Stunden der salzhaltigen Luft ausgesetzt“, erklärt er.

Robustheit und Langlebigkeit – für den Architekten zwei Kriterien, die maßgeblich zur Nachhaltigkeit eines Produkts beitragen. „Insgesamt machen wir Nachhaltigkeit nicht an einem Punkt fest. Doch wenn man Baustoffe verwendet, bei denen man nicht nach wenigen Jahren schon intensive Unterhaltungs- und Wartungsarbeiten durchführen oder sogar ein ganzes Bauvorhaben neu errichtet werden muss, dann spielt das schon eine wichtige Rolle.“

Die speziell für dieses Projekt verwendeten grauen und gelben Modelle Plauen sollten sich optisch an der Natur der Umgebung orientieren.
Die speziell für dieses Projekt verwendeten grauen und gelben Modelle Plauen sollten sich optisch an der Natur der Umgebung orientieren | Foto: Thomas Wolff/Gotha

Für den Landschaftsarchitekten, der sich auf touristische Infrastrukturen der Region Vorpommern spezialisiert hat, zählen ökologische Aspekte wie nachhaltige Produktion, aber auch Möglichkeiten des barrierefreien Bauens zur Nachhaltigkeit. Und nicht zuletzt das Erfüllen des Hochwasserschutzes. Das ist im konkreten Fall der küstenbegleitenden Wegeverbindung zwischen Loddin und Stubbenfelde vollumfänglich gegeben. Der Abschnitt mit den Natursteinplatten ist auf Bauwerkspfählen befestigt, „schwebt“ also gewissermaßen über der Düne. „Für den Fall, dass diese als Hochwasserschutzanlage zerstört wird, ist die gesamte Natursteinplatten-Promenade demontierbar“, beschreibt Niessen die Vorteile. „Hochwasserschutz wird also gewährleistet, weil die befestigte Fläche bei Dünenverlust nicht abgetragen wird, sondern stehen bleibt.“

Die Promenade am Kölpinsee wurde im Nachgang als Musterprojekt für das Land Mecklenburg-Vorpommern reserviert. „Dass die Gestaltung nicht nur den Leuten vor Ort Freude bereitet, sondern eventuell auch künftig an anderen Stellen des Landes realisiert wird, macht uns als Architektenbüro natürlich besonders stolz“, zieht Thomas Niessen Bilanz.


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