Langlebige Entwässerungssysteme für A3-Ausbau

KÖNIGSBERG, 6.5.2020 – Noch bis 2021 wird die stark überlastete Europastraße A3 in Unterfranken auf sechs Spuren erweitert. Zum Ausbau gehört auch eine zuverlässige, langlebige Entwässerung, für die Produkte von Fränkische ausgewählt wurden: das AquaPipe-System und Strabusil-Sickerleitungsrohre zusammen mit dem Spül- und Kontrollschacht StrabuControl.

Das Transportrohr für Oberflächenwasser AquaPipe trug mit seinen guten Verlegeeigenschaften zu einem zügigen Einbau und einer raschen Abwicklung auf der A3 bei.
Das Transportrohr für Oberflächenwasser AquaPipe trug mit seinen guten Verlegeeigenschaften zu einem zügigen Einbau und einer raschen Abwicklung auf der A3 bei.

Wichtige Aspekte beim fast 100 km langen A3-Ausbau zwischen Aschaffenburg in der Metropolregion Frankfurt/Rhein-Main und dem Autobahnkreuz Biebelried im Landkreis Kitzingen waren neben der Gewährleistung von Verkehrssicherheit, dem Natur- und Lärmschutz auch der Schutz von Grundwasser sowie Gewässern. Auf insgesamt neun Autobahnabschnitten von Hösbach (Landkreis Aschaffenburg) bis Würzburg kamen Lösungen zum Ableiten des Oberflächenwassers und zum Aufnehmen des Sickerwassers mit aufeinander abgestimmten Komponenten zum Einsatz.

AquaPipe-System

Zum Ableiten des verunreinigten Oberflächenwassers auf der A3 entschieden sich die ausführenden Bauunternehmen für das AquaPipe-System, bestehend aus Rohr, Schächten, Anschlussleitung und -stücken. Das Transportrohr AquaPipe gewährleistete mit seinen guten Verlegeeigenschaften einen zügigen Einbau und eine rasche Abwicklung, auch bei fließendem Verkehr. Die 6 m langen und trotzdem leichten Rohrstangen aus Polyethylen (PE-HD) von DN 200 bis DN 600 ermöglichten einen schnellen Baufortschritt. Weil Rohre und Zubehör leicht zu handhaben und einfach zu verarbeiten sind, waren keine schweren Einbaugeräte nötig.
AquaPipe erfüllt die höchsten Anforderungen an Langzeitbeanspruchung und statische Belastungen mit Verkehrslast SLW 60/HGV 60. Durch seine Verbundrohrbauweise erreicht das Transportrohr eine Ringsteifigkeit nach DIN EN ISO 9969 von SN 8.

Die AquaTrafficControl-Schächte machen die Rohrleitungen kontrollier- und spülbar. Als Huckepacklösung haben sie Anschlüsse für die AquaPipe-Transportrohre und die Sickerleitungen Strabusil.
Die AquaTrafficControl-Schächte machen die Rohrleitungen kontrollier- und spülbar. Als Huckepacklösung haben sie Anschlüsse für die AquaPipe-Transportrohre und die Sickerleitungen Strabusil.

StrabuControl

Zum Spülen und Kontrollieren der etwa 120.000 m AquaPipe-Transportleitungen setzten die Bauunternehmen AquaTrafficControl-Schächte ein. Durch den großen Grundkörper mit über 900 mm bieten sie gute Voraussetzungen für die Anwendung auf Autobahnen. Die Systemschächte ermöglichen mit ihrer kompakten Form geringe Bauhöhen ab einer Sohltiefe von ca. 1,35 m. Auf der A3 kamen zusätzlich die Huckepacklösungen von Fränkische zum Einsatz, die Anschlüsse für dichte Transportrohre und für das Sickerleitungsrohr haben.

Nachträglicher Anschluss von Straßenabläufen an Transportrohre

Die Straßenabläufe an der Autobahn ließen sich mit AquaFlex-Anschlussleitungen nachträglich schnell und einfach an die AquaPipe-Rohre anschließen. Die Bauunternehmen konnten das flexible Anschlussrohr nach Wunsch biegen und spannungsfrei einbauen, ohne Formteile wie Bögen einsetzen zu müssen. Trotz seiner Flexibilität erreicht das Verbundrohr in DN 150 eine Ringsteifigkeit von SN 8 und ist für Belastungen gemäß SLW 60 ausgelegt. Die Baufirmen verbanden die beiden Rohre mit dem AquaDock, einem wasserdichten 90°-Anbohrstutzen. Dieser eignet sich sowohl bei Neuinstallationen als auch für die nachträgliche Anbringung von seitlichen Zuläufen an das Transportrohr.

Sonderformteile beim Absetzbecken

Beim weiteren Streckenabschnitt von der Mainbrücke Bettingen, unter der in der Flussmitte die Landesgrenze von Bayern und Baden-Württemberg verläuft, bis zum Autobahndreieck Würzburg-West entstand neben der A3 eines von mehreren Absetzbecken mit Betonauskleidung. Hier war Flexibilität gefordert: „Um die AquaPipe-Tauchrohre dicht mit der Abdichtung des Beckens zu verbinden, wurden als innovative Lösung speziell gefertigte Sonderformteile zur Foliendurchdringung eingebaut“, erläutert Harald Marx, Fachberater Straßen- und Verkehrswegeentwässerung bei Fränkische.

Um die AquaPipe-Rohre dicht an das Absetzbecken mit Betonauskleidung anzuschließen, kamen AquaPipe-Sonderformteile als Foliendurchdringung zum Einsatz.
Um die AquaPipe-Rohre dicht an das Absetzbecken mit Betonauskleidung anzuschließen, kamen AquaPipe-Sonderformteile als Foliendurchdringung zum Einsatz. | Fotos: Fränkische

Strabusil-Rohre und StrabuControl-Schächte

Während das Niederschlagswasser von Straßen als Abwasser in dichten Leitungen gesammelt und abtransportiert werden muss, wird das anfallende Dränage- bzw. Sickerwasser über separate Leitungen aufgenommen. Die ausführenden Bauunternehmen setzten deshalb auf den Autobahnabschnitten etwa 160.000 m Strabusil-Sickerleitungsrohre von DN 150 bis DN 350 ein. Durch die profilierte Wandung und die Verbundrohrweise ist das Rohr besonders druck- und schlagfest. Die Anordnung der Wassereintrittsöffnungen und die geringen Widerstände ermöglichen eine hohe Wasseraufnahme. Dieses fließt über die glatte Rohrinnenwand wiederum besonders gut ab.
Das einfache Spülen und Kontrollieren ermöglicht der UV-beständige StrabuControl-Schacht mit einem Grundkörper-Innendurchmesser von über 500 mm. Durch seine robuste Bauweise eignet er sich ideal für den Einbau in Verkehrsflächen.

Etwa 160.000 m Strabusil-Sickerleitungsrohre transportieren das Dränage- bzw. Sickerwasser auf dem Teilabschnitt der A3 in Unterfranken.
Etwa 160.000 m Strabusil-Sickerleitungsrohre transportieren das Dränage- bzw. Sickerwasser auf dem Teilabschnitt der A3 in Unterfranken.

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