Modellpalette des Elektrotransporters E35 erweitert

KIEL/ZELL UNTER AICHELBERG, 08.05.2020 – Die schwäbische EFA-S GmbH hat ihren Elektrotransporter E35 um drei Varianten erweitert. Neben den seit Herbst 2019 verfügbaren Basisvarianten mit Pritsche/Plane und Kofferaufbau gibt es den E35 ab sofort auch als Doppelkabine mit Pritsche, Kastenwagen und Kleinbus mit bis zu neun Sitzplätzen.

E35 Elektrotransporter
Die Modellreihe E35 hat EFA-S um die Varianten Doppelkabine, Kastenwagen und Kleinbus erweitert. | Fotos: EFA-S
Zudem seien alle Fahrzeuge, so das Unternehmen, nicht nur als 3,5-Tonner, sondern optional auch mit 4,25 t zulässigem Gesamtgewicht erhältlich. Das soll bis zu 750 kg mehr Nutzlast bringen und eine deutlich höhere stattliche Förderung zur Folge haben.

Mehr Nutzlast und hohe Reichweite

Statt einer Tonne seien nun bis zu 1,6 t Nutzlast für Modellreihe E35 möglich. Die Reichweite liege bei rund 200 km. Dafür verbaut das Unternehmen in Zell am Aichelberg eine 80 kWh große Lithium-Eisenphosphat-Batterie mit keramischen Separatoren (LFP). Die LFP-Zellen gelten laut Unternehmensangaben als besonders sicher und kommen ohne Kobalt und Nickel aus. Das Batteriepaket soll etwa doppelt so viel Energie bieten, als bisher im Markt für Elektro-Transporter verfügbar ist.

Stärker staatlich gefördert

Die E35-Transporter für mehr als 3,5 t können als sogenannte N2-Fahrzeuge Fördermittel in Höhe von bis zu 50 % der zusätzlichen Anschaffungskosten im Vergleich zu einem konventionell angetriebenen Transporter erhalten. Transporter bis 3,5 t zulässiges Gesamtgewicht gelten als N1-Fahrzeug. Für sie sind Zuschüsse nur bis zu 6.000 Euro vorgesehen. Dank der bestehenden Ausnahmegenehmigung dürfen die schwereren Stromer weiterhin mit Pkw-Führerscheinklasse B gefahren werden.

E35 Elektrotransporter Einstieg
Für die E35-Transporter kann man Fördergelderl in Höhe von bis zu 50 Prozent der zusätzlichen Anschaffungskosten im Vergleich zu einem konventionell angetriebenen Transporter bekommen.

Auf Basis vom GAZ Gazelle

Technisch fußt der E35 auf dem Gazelle-Transporter von GAZ aus Russland. Den rüsten die Elektro-Fahrzeuge Stuttgart (EFA-S) nachträglich auf Elektroantrieb um. Dafür bekommt das Unternehmen fabrikneue Fahrzeuge ohne Antriebsstrang von dem russischen Hersteller geliefert. Bis 2019 hatte EFA-S ausschließlich gebrauchte Nutzfahrzeuge zu elektrisch angetriebenen Lkw und Bussen umgebaut. Die Elektro-Fahrzeuge Stuttgart ist ein Spezialist für Entwicklung, Bau und Umbau rein elektrisch betriebener Lkw. Seit 2016 gehört das Unternehmen mehrheitlich zum chinesischen Beijing Zhonghuan Investment Management.



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