Rüthen errichtet mit Funke-Produkten neues Trennsystem

HAMM, 11.5.2020 – HS-Kanalrohre und weitere Produkte von Funke Kunststoffe bilden künftig die stabile Basis für das neue Trennsystem der nordrhein-westfälischen Kleinstadt Rüthen. Dieses ersetzt die bestehende Mischwasserkanalisation im Zuge des Ausbaus der Kreisstraße 45 in Höhe der Ortsdurchfahrt Meiste.

Die beiden defekten Haltungen des Mischwasserkanals DN 300 werden durch braune HS-Kanalrohre DN/OD 315 ersetzt und an die bestehenden Schächte angeschlossen.
Die beiden defekten Haltungen des Mischwasserkanals DN 300
werden durch braune HS-Kanalrohre DN/OD 315 ersetzt und an
die bestehenden Schächte angeschlossen. | Foto: Heinrich
Rohde Tief- und Straßenbau

Dafür wurde ein bestehender Mischwasserkanal saniert und ein neuer Regenwasserkanal errichtet. Mit der Durchführung der Arbeiten wurde die Heinrich Rohde Tief- und Straßenbau GmbH aus Korbach-Meineringhausen betraut.

Mehrspartenstrategie

Zuletzt war die K 45 im betreffenden Bereich Ende der 1960er Jahre ausgebaut worden. Eine TV-Inspektion des im Abschnitt Lange Straße verlaufenden Mischwasserkanals hatte mehrere Schäden in zwei Haltungen mit einer Gesamtlänge von 60 m ergeben. Die Pläne sahen vor, das bestehende System im Zuge der Sanierung zum Trennsystem umzubauen. „Die Planung erfolgte im Rahmen des Zentralen Abwasserplans. Nach dem Umbau erfüllt die Stadt die Auflagen des sogenannten Trennerlasses“, so Planer Andreas Weller von der RWG Ruhr-Wasserwirtschafts-Gesellschaft mbH.

Die leichten HS-Kanalrohre für die neue Regenentwässerung lassen sich auf der Baustelle gut handhaben sowie schnell und flexibel einbauen. Die blaue Farbe erleichtert auch später die Unterscheidung in Regen- und Schmutzwasser.
Die leichten HS-Kanalrohre für die neue Regenentwässerung lassen sich auf der Baustelle gut handhaben sowie schnell und flexibel einbauen. Die blaue Farbe erleichtert auch später die Unterscheidung in Regen- und Schmutzwasser. | Foto: Funke Kunststoffe

Schnelle und leichte Verlegung

Am 12. August fiel der Startschuss für die Arbeiten. Für die Sanierung des defekten Mischwasserkanals ersetzte Heinrich Rohde die schadhaften Haltungen des Altkanals DN 300 aus Stahlbeton durch HS-Kanalrohre DN/OD 315 in braun. Diese wurden an die bestehenden Schächte unter Verwendung der HS-Schachtmuffe fachgerecht angeschlossen.
Bereits beim Einbau spielten die HS-Kanalrohre einen wesentlichen Vorteil aus: „Mit den Funke-Rohren waren wir wesentlich schneller bei der Verlegung“, so Marius Heimbuchner, Heinrich Rohde. Der Straßenbau-Polier sieht gleich zwei Gründe für den Zeitgewinn: Zum einen seien die Rohre leicht und damit auf der Baustelle gut zu handhaben, zum anderen ließen sich die Rohre gut und einfach miteinander verbinden. Heinrich Rohde-Bauleiter Kevin Braun bestätigt: „Wir sind mit den Rohren von Funke sehr zufrieden, denn diese lassen sich schnell und flexibel einbauen. Zudem bietet Funke ein gutes Komplettprogramm, das auch gleich die passenden Anschlussstutzen umfasst.“

Defekte Einbindungen im Stahlbetonkanal DN 300 werden im Zuge der Umbauarbeiten zum Trennsystem ebenfalls mit Funke-Produkten, wie beispielsweise mit dem Sanierungsstutzen, saniert.
Defekte Einbindungen im Stahlbetonkanal DN 300 werden im Zuge der Umbauarbeiten zum Trennsystem ebenfalls mit Funke-Produkten, wie beispielsweise mit dem Sanierungsstutzen, saniert. | Foto: Funke Kunststoffe

Rohre und Anschlusslösungen aus einer Hand

Im Zuge der Arbeiten am Mischwasserkanal, der im neuen Trennsystem zukünftig als Schmutzwasserkanal dient, wurden zudem verschiedene Hausanschlussleitungen teilweise saniert. Um diese mit den bestehenden Hausanschlussleitungen zu verbinden, kam die VPC-Rohrkupplung zum Einsatz. Funke-Fachberater Ralf Erpenbeck zu den Vorzügen des Bauteils: „Mit der VPC-Rohrkupplung lassen sich Rohre gleicher Nennweite aus unterschiedlichen Werkstoffen sicher miteinander verbinden – auch solche mit Außendurchmessern, die bauartbedingt unterschiedlich sind.“

V.l.n.r.: M. Sc. Andreas Janning, Dipl.-Ing. Thorsten Brauer, Dipl.-Ing. Kevin Braun, Dipl.-Ing. Andreas Weller, Ralf Erpenbeck, Marius Heimbuchner.
V.l.n.r.: M. Sc. Andreas Janning, Dipl.-Ing. Thorsten Brauer (Kreis Soest), Dipl.-Ing. Kevin Braun, Dipl.-Ing. Andreas Weller, Ralf Erpenbeck, Marius Heimbuchner. | Foto: Funke Kunststoffe

Die VPC-Rohrkupplung besteht aus einer reduzierbaren Dichtmanschette aus Elastomergummi, einem zentrisch reduzierbaren Fixierkorb aus Kunststoff sowie zwei Edelstahlbändern zur Krafteinleitung für eine beidseitige, separate und stufenlose Durchmesseranpassung.
Mit dem Sanierungsstutzen von Funke werden die defekten Anschlüsse an den Stahlbetonkanal DN 300 erfolgreich saniert.
Mit dem Sanierungsstutzen von Funke
werden die defekten Anschlüsse an den
Stahlbetonkanal DN 300 erfolgreich
saniert. | Foto: Funke Kunststoffe

Auch bei der Einbindung der Anschlussleitungen im Bereich der sanierten Schmutzwasserhaltungen bzw. des neuen Regenwasserkanals setzte Heinrich Rohde auf ein Produkt von Funke: Diese Einbindungen erfolgten mithilfe des Connex-Anschlusses – ein Hausanschluss mit integriertem Kugelgelenk, das Bewegungen in einem Radius bis zu 11° aufnehmen kann und das damit die Anforderungen der DWA-A139 erfüllt. Anschlüsse an den Betonkanal wurden dagegen mithilfe des Fabekun-Sattelstücks hergestellt. Auch der Sanierungsstutzen von Funke kam zum Einsatz. Heinrich Rohe sanierte damit mehrere alte beschädigte Einbindungen von Hausanschlussleitungen in den bestehenden Schmutzwasserkanal.

Neue Kanalisation entlastet die Kläranlage

Der neue, 350 m lange Regenwasserkanal wurde aus blauen HS-Kanalrohren mit Durchmessern zwischen DN/OD 315 und DN/OD 500 errichtet. Mit der Maßnahme erfüllt man nicht nur die Auflagen des Trennerlasses. M.Sc. Andreas Janning, Leiter Stadtwerke Rüthen, sieht zudem Vorteile für die Schmutzwasserbewirtschaftung der Stadt: „Unbelastetes Regenwasser wird zukünftig nicht mehr an unsere Kläranlage in Meiste abgeleitet. Das entlastet die Anlage und zahlt langfristig auf die Wirtschaftlichkeit ein.“