Hochbeete im urbanen Lebensraum

GELSENKIRCHEN, 03.06.2020 – Beim Umbau des ZOB legte die Stadt Gelsenkirchen ihren Fokus besonders auf Barrierefreiheit und einen möglichst hohen Komfort der Fahrgäste. Für das Projekt gefertigte Pflanzsysteme von Richard Brink dienen als Begrünung und als Balustraden-Elemente.

Der neue Zentrale Omnibusbahnhof n Gelsenkirchen bietet Fahrgästen und Passanten eine barrierefreie, übersichtliche und komfortable Anlage.
Der neue Zentrale Omnibusbahnhof n Gelsenkirchen bietet Fahrgästen und Passanten eine barrierefreie, übersichtliche und komfortable Anlage.  | Foto: Richard Brink GmbH & Co. KG

Die Stadt unterzog den ZOB Gelsenkirchen einer umfassenden Modernisierung, um einer die Anlage für Fahrgäste und andere Besucher übersichtlicher und klarer zu strukturieren. Nach mehrmonatiger Bauzeit erfüllt der Platz unter anderem Dank der klar definierten Querungsmöglichkeiten und einer zentrale Mittelinsel des Omnibusbahnhofs nun diese Anforderungen.

Sitzbänke und Überdachungen gewährleisten ebenso einen angenehmen Aufenthalt wie die begrünten Hochbeete von Richard Brink, die an insgesamt fünf Stellen montiert wurden. Die mit Solitärsträuchern, Staudengewächsen, Blumensaaten und über 3.000 Blumenzwiebeln bepflanzten Hochbeete verleihen dem ZOB in den Frühjahrs- und Sommermonaten nicht nur ein blühend grünes Flair, sondern dienen darüber hinaus ganzjährig an zwei Treppenabgängen als Balustraden. In Richtung des Bahnhofsvorplatzes sowie an einer Angrenzung zur Straße sichern Teilstrecken der Pflanzsysteme die Fahrgäste des höher gelegenen ZOB vor der sonst bestehenden Absturzgefahr.

Insgesamt lieferte der Metallwarenhersteller 210 maßgefertigte Laufmeter der Hochbeete mit Pulverbeschichtung. Die Sonderanfertigungen gewährleisteten eine reibungslose Montage.
Insgesamt lieferte der Metallwarenhersteller 210 maßgefertigte Laufmeter der Hochbeete mit Pulverbeschichtung. Die Sonderanfertigungen gewährleisteten eine reibungslose Montage. | Foto: Richard Brink GmbH & Co. KG

Richard Brink bietet Kunden vielseitige Möglichkeiten bei der Planung und Gestaltung von Hochbeeten nach Maß. Die Pflanzsysteme werden aus Edelstahl, Aluminium oder Cortenstahl in Stärken von 3, 4 und 5 mm angefertigt, einteilig sind Längen bis zu 3 m möglich. Ausführungen in Edelstahl oder Aluminium beschichtet der Metallwarenhersteller in allen RAL-Farben. Für das ZOB-Projekt wurden insgesamt 210 maßgefertigte Laufmeter der Hochbeete mit Pulverbeschichtung geliefert. Die passgenaue Produktion der Segmente war bei diesem Projekt von entscheidender Bedeutung, da nur so ein reibungsloser, schneller Aufbau sowie die maßgenaue Montage der Begrenzung des Busbahnhofs gewährleistet werden konnten.

Dank durchnummerierter Bauteile und darauf abgestimmter Aufbauanleitungen wurde die Installation zusätzlich erleichtert. „Die Metallverarbeitung der Hochbeete wies ein hohes Maß an Genauigkeit auf, wodurch sich die Eck- und Längsverbindungen gut zusammenfügen ließen“, bestätigt Matthias Gschmack von der mit der Ausführung beauftragten Landschaftsbau Otten GmbH die passgenaue Fertigung.

Aufgrund der Höhen von bis zu 1 m und Breiten von bis zu 3,36 m wurden zusätzliche Aussteifungselemente verbaut. 48 Zugstreben sowie 48 Zugstreben-Wannen stabilisieren die Wandungen der breitesten Abschnitte. Das hohe Eigengewicht der Pflanzerde fixiert die Wannen am Grund der Beete und hält die Zugstreben zwischen den Wandungen auf Spannung.

Auf dem gepflasterten Bodenbelag fungieren die Hochbeete als in sich geschlossene Systeme. Durch integrierte Abläufe in den Pflanzkästen wird überschüssiges Regenwasser abgeleitet und Staunässe verhindert. Auf dem gepflasterten Bodenbelag fungieren die Hochbeete als in sich geschlossene Systeme. Durch integrierte Abläufe in den Pflanzkästen wird überschüssiges Regenwasser abgeleitet und Staunässe verhindert. | Foto: Richard Brink GmbH & Co. KG

Da die Hochbeete auf eine geschlossene, gepflasterte Bodenfläche aufgebracht wurden, musste gewährleistet werden, dass sich keine Staunässe bilden und überschüssiges Wasser ungehindert abfließen kann, um etwaiger Wurzelfäule der Bepflanzung vorzubeugen. Richard Brink fertigte mehrere Notüberläufe, die den Überschuss an Niederschlagswasser auf die Gehsteige in Richtung der Bordsteinentwässerung ableiten. Zusätzlich wurden sämtliche Übergänge vom gepflasterten Boden hin zu den Wandungen abgedichtet, um zu verhindern, dass nasse Pflanzenerde aus den Hochbeeten herausgespült werden kann.

Auch das sanfte Gefälle des Busbahnhofs wurde durch in der Höhe angepasste Hochbeete ausgeglichen. So kamen innerhalb eines Hochbeet-Strangs gleich mehrere Höhenvarianten zum Tragen und gewährleisten eine durchgehend gleichbleibende Oberkantenführung der Hochbeete.


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