Betonbau: Effizienter schalen mit weniger Spannstellen

STEINACH, 09.06.2020 – In der Baustellenpraxis lassen sich Schalarbeiten oft effizienter ausführen, wenn Spannstellen reduziert werden können. So zum Beispiel bei dem Wandschalungssystem „Logo.3“: Es verfügt wegen der ausgewogenen Elementsortierung und der stabilen Schalungskonstruktion über genügend Reserven, um Spannstellen und damit Zeit einzusparen.

Spannstellen sparen mit Logo3
Spannstellen sparen mit Logo.3: Links und rechts je ein Großflächenelement mit Abspannstäben und dazwischen kleinere Schalelemente, hier verbunden mit  Keilspannern. | Fotos: Paschal

Im Wohnungsbau mit Geschosshöhen um die 270 cm, den üblichen Wanddicken und Betoniergeschwindigkeiten wird der zulässige Frischbetondruck häufig nicht erreicht. Da das System „Logo.3“ für einen hohen maximalen Frischbetondruck von 70 kN/m² bei nur 0,62 Spannstellen/m² ausgelegt ist, bietet es ausreichend Reserven, ohne Sicherheitsgrenzen zu erreichen. Die können Betonbauer immer dann gut nutzen, wenn beispielsweise ein kleines Element zwischen Großflächenelementen von z.B. 240 x 270 cm oder 340 x 270 cm eingebaut wird. Damit reduzieren sich die notwendigen Spannstäbe – und für die Betonbauer die Abspannarbeit.

Reduzierung der Abspannstellen bei Eckkonstruktionen
Abspannstellen lassen sich auch bei Eckkonstruktionen
reduzieren - durch die Kombination von Großelementen mit
kleinen Schalelementen aus dem Schalsystem „Logo.3“.

Die Spannstellen im kleinen Element werden dadurch ersetzt, dass das kleine Element mit dem Großflächenelement kraftschlüssig durch die vier Verbindungsmittel, dem Keilspanner mit Bogenkeil, verbunden wird. Die Spannstellen in den Großflächenelementen reichen für die sichere Druckaufnahme aus.

Der Trick: Kleine und große Elemente kombinieren


Auch beim Schalen von Ecken lassen sich die Spannstellen reduzieren, nämlich immer dann, wenn kleine und große Elemente miteinander kombiniert werden. Pro Ecke können somit vier Spannstellen entfallen.
Ein Beispiel: Bei einem Wohnhauskeller mit etwa 10,00 m x 10,00 m wären das bei vier Ecken 16 Spannstellen, und beim Einbau von kleinen Elementen in den Wänden können nochmals im Mittel vier Spannstellen eingespart werden. Somit ergibt sich im Durchschnitt bei dem angenommenen Grundriss eine Einsparung von 20 Spannstellen. Auf die Spannstellen allein bezogen sind das ca. 25 Prozent Zeitersparnis, auf die zu schalende Fläche eine Reduktion der Schalzeit von ca. 6 Prozent.


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