Erdkabeltrassenbau: Patent für Profilierungsverfahren Köster-TransVer

OSNABRÜCK, 27.6.2020 – Die Köster GmbH hat kürzlich für die Köster-TransVer-Methode ein Patent erhalten. Das innovative Verfahren sorgt durch optimale maschinelle Bodenverdichtung für eine besonders effiziente und umweltschonende Profilierung im Erdkabeltrassenbau. Beschädigungen, Energieverluste und Wartungsbedürfnisse der Trassen lassen sich so signifikant reduzieren.

Im Rahmen der Energiewende werden Höchstspannungsleitungen zunehmend durch Erdkabeltrassen ersetzt. Gerade die Herstellung der Kabel-/Schutzrohr-Bettungszone hat eine besondere Bedeutung für einen späteren, reibungslosen Betrieb der Höchstspannungsanlage. Die optimale Verdichtung dieses Bereiches ist wichtig für die gute Lage und spätere Wärmeableitung der Kabelanlage.
Angesichts dieser Herausforderungen entwickelten die Kompetenz-Center Rohrleitungsbau und Umwelttechnik Osnabrück der Köster GmbH 2016 ein eigenes Verfahren für die effiziente Sohlbettung von Kabeltrassen. Vertriebsingenieur Jürgen Höchst vom Kompetenz-Center Rohrleitungsbau, der den Entwicklungsprozess koordinierte, ist erfreut über das Patent: „Damit haben wir nach einer aufwändigen dreijährigen Prüfungsphase die offizielle Bestätigung für die Innovationskraft des Köster-TransVer-Verfahrens. Unsere Auftraggeber profitieren von einer besonders wirtschaftlichen und sicheren Umsetzung des Trassenbaus.“

Nach dem Aushub des Kabelgrabens und dem Einfüllen des Bettungsmaterials kommt bei Köster-TransVer der sogenannte Profilierungsverdichter zum Einsatz, eine stark modifizierte Rüttelplatte mit speziellen Eigenschaften.
Nach dem Aushub des Kabelgrabens und dem Einfüllen des Bettungsmaterials kommt bei Köster-TransVer der sogenannte Profilierungsverdichter zum Einsatz, eine stark modifizierte Rüttelplatte mit speziellen Eigenschaften. Sie wird mithilfe eines Zugfahrzeugs über den geplanten Trassenverlauf geführt. | Fotos: Köster GmbH

Wirtschaftlich, schnell und sicher

Bei Köster-TransVer kommen vor allem neuartige Maschinentechniken zum Einsatz. Eine optimale vollflächige Verdichtung erzeugt höchste Lagestabilität und -genauigkeit der Rohre. Damit kann zum einen das hohe Risiko von Ovalbildungen und Rohrbeschädigungen minimiert werden, die zu den größten Risiken konventioneller Verfahren zählen. Zum anderen ist im optimal verdichteten Boden die größtmögliche Wärmeableitung gegeben, was die Stromtragfähigkeiten erhöht und damit den wirtschaftlichen Nutzen des Betreibers.
Zusätzlich können die Leitungen in einem engeren Abstand verlegt werden – dies reduziert die Trassenbreiten und somit die Eingriffe in die Umwelt. Die Bettung kommt mit rein natürlichen Materialien ohne Zement oder Polymere aus und verändert die Bodenchemie nicht. Die maschinelle Profilierung führt darüber hinaus zu einer höheren Einbaugeschwindigkeit und verkürzt die Nutzungsbehinderung für Bewirtschafter und Anlieger.

Durch die millimetergenaue hochverdichtete Sohlprofilierung des Köster-TransVer-Verfahrens kommt es nicht zu unerwünschter Ovalbildung und Beschädigung der Rohrleitungen oder partiellem Wärmestau im Boden.
Durch die millimetergenaue hochverdichtete Sohlprofilierung des Köster-TransVer-Verfahrens kommt es nicht zu unerwünschter Ovalbildung und Beschädigung der Rohrleitungen oder partiellem Wärmestau im Boden.

„Köster-TransVer bringt ein ganzes Bündel an Vorteilen für die Trassenprojekte unserer Kunden mit sich. Die Auftraggeber freuen sich, dass Projekte nun spürbar schneller abgewickelt werden können. Nicht zuletzt ist die Arbeit der Kollegen auf der Baustelle dadurch auch deutlich sicherer geworden“, bilanziert Jürgen Höchst den Einsatz von Köster-TransVer.
Weitere Informationen, Referenzen und ein Video des Verfahrens finden Sie auf der Köster-Website.