JCB: Erster Bagger mit Wasserstoffantrieb

FRECHEN/ROCESTER, 09.07.2020 – JCB, Spezialist für Bau-, Industrie- und Landmaschinen, hat den ersten Bagger mit Wasserstoffantrieb für die Bauindustrie entwickelt. Der 20-Tonnen-Bagger 220X wird von einer Wasserstoff-Brennstoffzelle angetrieben und wurde mehr als 12 Monate lang im JCB eigenen Steinbruch aufwendigen Härtetests unterzogen.

Prototyp des 20-Tonnen JCB 220X Baggers mit Wasserstoffantrieb.
Prototyp des 20-Tonnen JCB 220X Baggers mit Wasserstoffantrieb. | Foto: JCB
Lord Bamford zusammen mit seinem Sohn Jo vor dem Prototyp des 20 Tonnen JCB 220X Baggers mit Wasserstoffantrieb.
Lord Bamford zusammen mit seinem
Sohn Jo vor dem Prototyp des 20
Tonnen JCB 220X Baggers mit
Wasserstoffantrieb. | Foto: JCB
Mit der aktuellen Entwicklung ist JCB der erste Baumaschinenhersteller der Welt ist, der einen funktionierenden Prototyp eines Baggers mit Wasserstoffantrieb vorstellt. „Die Entwicklung des ersten wasserstoffbetriebenen Baggers ist unheimlich spannend, da wir eine CO2-freie Welt anstreben“, so JCB Chairman Lord Bamford. „In den kommenden Monaten wird JCB die Entwicklung und Feinabstimmung dieser Technologie mit weiteren Tests unserer Prototypmaschine fortsetzen. Wir werden weiterhin an der Spitze der Technologien stehen, die für den Aufbau einer CO2-freien Zukunft konzipiert sind“.

Der Strom für den JCB Bagger-Prototypen wird durch die Reaktion von Wasserstoff mit Sauerstoff in einer Brennstoffzelle erzeugt, um die für den Antrieb der Elektromotoren erforderliche Energie zu erzeugen. Als einzige Emission bleibt Wasser.
Die Entwicklung begann, nachdem JCB im vergangenen Jahr den 19C-1E, den ersten vollelektrischen Minibagger der Bauindustrie, vorstellte. Mit der Einführung eines Elektromodells, des JCB 30-19E, wurde die Elektrotechnologie auch auf die Teletruk-Teleskopstapler-Reihe ausgeweitet.

Um die EU-Abgasvorschriften der Stufe V zu erfüllen, hat JCB die schädlichsten Emissionen seiner neuesten Dieselmotorenreihe fast vollständig eliminiert. Stickoxidemissionen (NOx) sind um 97%, Rußpartikel um 98% und Kohlendioxidemissionen (CO2) um fast die Hälfte zurückgegangen.

Jo Bamford, der Sohn Lord Bamfords, war 14 Jahre bei JCB tätig, bevor er in den Wasserstoffsektor wechselte. Er gründete die Firma Ryse Hydrogen und kaufte später den nordirischen Busgiganten Wrightbus., der die weltweit ersten Doppeldecker-Busflotten mit Wasserstoffantrieb an Städte wie London und Aberdeen lieferte. „Ich glaube wirklich, dass der Wasserstoffantrieb einer der größten Chancen für Großbritannien ist, hier eine weltweit führende Industrie aufzubauen, um Arbeitsplätze in Großbritannien zu schaffen und Emissionen auf der ganzen Welt zu reduzieren“, ist sich Jo Bamford sicher.



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