EFA-S verdichtet Vertriebsnetz

ZELL UNTER AICHELBERG, 11.08.2020 – EFA-S, Spezialist für neue und umgebaute Transporter, Lkw und Busse mit reinem Elektroantrieb, hat sein Vertriebs- und Servicenetz in und außerhalb Deutschlands verdichtet. Neue Partner sind die Branchenspezialisten Sightseeing Trains Rügen und die spanische Partindus.

EFA-S, schwäbischer Spezialist für neue und umgebaute Transporter, Lkw und Busse mit reinem Elektroantrieb, hat sein deutsches und internationales Vertriebs- und Servicenetz verdichtet
EFA-S, schwäbischer Spezialist für neue und umgebaute Transporter, Lkw und Busse mit reinem Elektroantrieb, hat sein deutsches und internationales Vertriebs- und Servicenetz verdichtet. | Fotos: EFA-S
Die spanische Partindus ist ein weltweit tätiges Unternehmen, das Maschinen für die Bau- und Bergbauindustrie herstellt. Gemeinsam mit EFA-S hat Partindus bereits eine zwölf Tonnen schwere Tunnelbaumaschine auf Elektroantrieb umgestellt. Partindus ist neuer Vertriebs- und Servicepartner für die gesamte iberische Halbinsel.

Sightseeing Trains Rügen baut seit Jahren batterieelektrisch betriebene Wegebahnen mit EFA-S-Technik. Diese Bahnen werden eingesetzt, um wie auf Rügen Urlaubsregionen für Touristen zu erschließen, zunehmend aber auch für lokal emissionsfreie Stadtrundfahrten oder in vielen Freizeitparks. Geschäftsführer Roger Piniak will das angestammte Geschäftsfeld nun um die neuen E-Transporter von EFA-S erweitern und hat dafür im Juni Vertrieb und Service im Großraum Rügen übernommen. Neben der Insel Rügen gehören auch Städte wie Schwerin, Rostock oder Usedom dazu. Das erste Neufahrzeug aus der Serie E35 – ein Modell mit Pritsche – wurde bereits am Stammsitz von EFA-S im schwäbischen Zell unter Aichelberg abgeholt.

„Wir werden den Vertrieb unserer Produkte, aber auch das Servicenetz Zug um Zug verstärken“, so Bastian Beutel, Geschäftsführer von EFA-S. „Elektroantriebe sind zwar deutlich weniger wartungsintensiv als Verbrennungsmotoren, aber herkömmliche Werkstätten stoßen vor allem bei Batterie- und Steuerungstechnik schnell an ihre Grenzen.“ Deshalb setzt EFA-S sowohl im Vertrieb wie im Service auf Partner, die Erfahrung mit den von EFA-S verwendeten Antrieben und dem Batteriemanagement nachweisen können.
EFA-S-Geschäftsführer Bastian Beutel (rechts) übergibt den ersten Elektrotransporter E35 an einen Mitarbeiter des neuen Vertriebspartners in Norddeutschland.
EFA-S-Geschäftsführer Bastian Beutel (rechts) übergibt den ersten Elektrotransporter E35 an einen Mitarbeiter des neuen Vertriebspartners in Norddeutschland.

Den Vertrieb und Service im südwestdeutschen Bundesland übernimmt EFA-S weiterhin selbst. „Im übrigen Deutschland und im europäischen Ausland besteht unsere bewährte Zusammenarbeit mit Orten Elektrofahrzeuge“, erläutert Beutel. Bereits 2015 hatten EFA-S und der auf Leichtbau spezialisierte Hersteller von LKW-Aufbauten und Sonderfahrzeugen Orten eine Kooperation über Vertrieb und Service in Deutschland und Europa geschlossen. Auch Orten Elektrofahrzeuge nutzt in Lizenz die Antriebs-, Batterie- und Steuerungstechnik von EFA-S.

Während EFA-S bis 2019 ausschließlich hochwertige, gebrauchte Nutzfahrzeuge zu elektrisch angetriebenen Lkw und Bussen umgebaut hat, baut das Unternehmen seine Elektroantriebe jetzt auch in fabrikneue Fahrzeuge ein. „Wir wollen auch solchen Kunden leisen, sauberen und wirtschaftlichen Elektro-Antrieb ermöglichen, die nicht über die entsprechenden Altfahrzeuge verfügen“, erklärt Beutel. Die erste Baureihe mit dem Modellnamen E35 kam im Herbst 2019 zunächst als Version mit Pritsche/Plane sowie mit Kofferaufbau auf den Markt. Sie wurde in diesem Jahr um Varianten mit Doppelkabine, als Van (geschlossener Kastenwagen) und als Bus mit bis zu neun Sitzen erweitert. Alle Modelle basieren auf dem Transporter Gazelle Next des russischen Nutzfahrzeugmarktführers GAZ. „Die moderne Technik, das modulare Konzept und der extrem stabile Rahmen bieten sich ideal als Basisfahrzeug für zahlreiche Varianten von Elektro-Transportern an“, so Beutel.

EFA-S setzt Lithium-Eisenphosphat-Batterien mit keramischen Separatoren (LFP) ein. Schon die Standard-Variante mit 80kWh bietet etwa doppelt so viel Energie als bisher im Markt für Elektro-Transporter verfügbar ist. Auf Kundenwunsch verbaut EFA-S auch größere Batterien, wie Bastian Beutel erläutert „Wir haben bereits Erfahrungen mit sehr viel größeren und schwereren Fahrzeugen, bei denen wir Batterien mit bis zu 244kWh eingebaut haben.“ EFA-S-Fahrzeuge sind bereits mehr als fünf Millionen Kilometer elektrisch gefahren, der größte Teil davon im harten Start-Stopp-Betrieb beim Paket- und Expressdienst UPS.



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