Marktplatzfläche barrierefrei gestaltet

WARENDORF, 21.08.2020 – Bei der Sanierung des Warendorfer Marktplatzes wurde eine Natursteinoberfläche geschaffen, die sowohl barrierefrei ist als auch der Belastung durch Straßenverkehr standhält. Zum Einsatz kamen dafür Bettungsmörtel, Haftschlämme, zementäre Pflasterfugenmörtel von tubag, der Premiummarke von Sievert.

Der neue Marktplatz von Warendorf präsentiert sich barrierefrei und bietet eine hohe Aufenthaltsqualität. | Fotos: tubag
Der neue Marktplatz von Warendorf präsentiert sich barrierefrei und bietet eine hohe Aufenthaltsqualität. | Fotos: tubag
Der Marktplatz im Stadtkern von Warendorf ist umgeben von historischen Gebäuden –kleine Straßen, Gassen und Wege prägen die Umgebung. Die Oberfläche des Platzes verlangte nach einer Sanierung und zwischenzeitlich rückte das Thema Barrierefreiheit in Stadtzentren verstärkt in den Fokus der Planer. Doch bei Oberflächen aus Natursteingroßpflaster mit einer ungebundenen Fugenfüllung können zum Beispiel durch Ausspülen breite und tiefe Fugen entstehen, die für gehbehinderte Menschen oder für die Nutzung mit Rollatoren ungeeignet sind.

In vielen Fällen sind Gestaltungen z. B. mit Beton oder Asphalt in solchen Umgebungen nicht erwünscht, denn gerade das Umfeld eines historischen Marktplatzes bedarf einer ästhetischen Lösung. Hier kann das Straßenbausystem von tubag helfen, eine leistungsfähige wie attraktive Oberfläche zu schaffen. So auch in Warendorf: Nach der Sanierung der Hausanschlüsse der Anlieger des Platzes begann die eigentliche Umgestaltung. Da der Marktplatz auch befahrbar sein sollte, diente als Planungsgrundlage die aktuelle Richtlinie für die Standardisierung des Oberbaus (RStO 12). Je nach Belastung durch Fahrzeuge wird die Dimensionierung des Oberbaus festgelegt, in diesem Fall handelte es sich um die Bauklasse 3,2.

Vom Prinzip her verlangt die gebundene Bauweise wasserdurchlässige Tragschichten, um den Verbleib von Wasser in der Konstruktion zu vermeiden. Bei der Umgestaltung des Marktplatzes in Warendorf entschied man sich für Dränasphalt. Weiterhin wurde auf dem Dränasphalt der wasserdurchlässige Bettungsmörtel tubag TPM-D in einer Stärke von ca. 5 cm aufgebracht. Der TPM-D mit einer Körnung von 0-4 mm ist wasserdurchlässig, gleichzeitig weist er aber auch die notwendige Druckfestigkeit auf, um die zu erwartende Verkehrsbelastung aufnehmen zu können. Um die Haftzugfestigkeit zwischen dem verwendeten Befestigungselement – einem gesägten und geflammten Karbonquarzit – und dem Bettungsmörtel zu verbessern, wurde die Haftschlämme tubag TNH Rapid verwendet.
Um den Haftverbund zu optimieren, werden die Befestigungselemente in den mit tubag TNH Rapid Haftschlämme gefüllten Behälter eingetaucht.
Um den Haftverbund zu optimieren, werden die Befestigungselemente in den mit tubag TNH Rapid Haftschlämme gefüllten Behälter eingetaucht.

Die Haftschlämme wird entweder unterseitig mit einem Quast auf das Befestigungselement aufgetragen oder die Elemente werden vor dem Setzen kurz in einen Behälter mit angemischter Haftschlämme eingetaucht. Das Befestigungselement wird anschließend mit wenigen gut gesetzten Hammerschlägen frisch-in-frisch in den Bettungsmörtel eingeklopft. Wichtig ist hierbei das Geschick des Steinsetzers, denn später ist eine Ausrichtung des Elementes durch die Erhärtung des Mörtelsystems nicht mehr möglich. Auch dürfen in gebundene Bauweise gesetzte Befestigungselemente nicht abgerüttelt werden, da diese sonst aus dem Haftverbund gelöst werden.

Hohe Frühfestigkeit
In Warendorf wurde abschnittsweise gearbeitet. Für den Fugenschluss wurde der zementäre Pflasterfugenmörtel tubag PFH Rapid in der Farbe anthrazit eingesetzt. Der Pflasterfugenmörtel zeichnet sich durch eine schnelle Frühfestigkeit, hohe Druckfestigkeit und Frost-Tausalzbeständigkeit aus. Außerdem ist er hochfließfähig, selbstverdichtend und er lässt sich nach der Verfugung gut von der Fläche abreinigen. Wichtig war dem Auftraggeber auch die Tatsache, dass der Lieferant des Mörtelsystems den Bettungs- und Pflasterfugenmörtel als lose Ware liefern konnte.

Durch den Einsatz leistungsfähiger Durchlaufmischer wurde die richtige Konsistenz und Homogenität des Materials gewährleistet. „Hier konnte tubag als Marke der Sievert AG alle Trümpfe des ,House of Expert Brands‘ von Sievert ausspielen. Denn für die Aufstellung der Silos und deren Befüllung mit loser Ware sorgte zuverlässig die ebenfalls zum Markenverbund zählende Sievert Logistik. Die perfekte Baustellenlogistik hat einen wichtigen Beitrag zum Gelingen des Projekts beigetragen und den Baufortschritt in jeder Phase optimal unterstützt“, so Michael Twyhues, der für den Bereich Garten-Landschafts- und Straßenbau zuständige Produktmanager bei Sievert.


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