Metropolregion Nürnberg: Pakt zur nachhaltigen Beschaffung

NÜRNBERG, 28.08.2020 - 68 Städte, Gemeinden und Landkreise aus der Metropolregion Nürnberg wollen künftig mehr Textilien, Büromaterialien und Lebensmittel öko-fair beschaffen.

Mit dem Pakt zur nachhaltigen Beschaffung möchte die Metropolregion Nürnberg ein Zeichen setzen und den Einkauf nach ökologischen und sozialen Kriterien in den Kommunen stärker verankern. So soll langfristig ein Umdenken in der Beschaffungspraxis erreicht werden.

Faire Herstellungs-Bedingungen, Nachhaltigkeit, weniger CO2

Der Pakt ist so gestaltet, dass je nach Größe und Voraussetzungen der Kommune individuelle, realisierbare Maßnahmen abgeleitet werden können. Mit rund 530.000 Einwohnern ist Nürnberg die größte teilnehmende Kommune, die Gemeinde Ahorntal mit 2.162 Einwohnern die kleinste. Ganz neu dabei ist die Stadt Uffenheim (über 6.000 Einwohner): „Die Teilnahme am Pakt für nachhaltige Beschaffung ist für uns ein logischer Schritt, nachdem wir seit 2018 Fairtrade Stadt sind. Es spielt dabei keine Rolle wie groß eine Verwaltung ist. Jeder Euro, der in nachhaltige Beschaffung investiert wird, ist eine Investition in eine gerechtere und ökologisch verträglichere Welt“, so Wolfgang Lampe, Erster Bürgermeister der Stadt Uffenheim. Dem Pakt beigetreten ist auch die Stadt Coburg: „Ein Beschaffungswesen, das auf faire Herstellungs- und Wettbewerbsbedingungen, Nachhaltigkeit und CO2-Minimierung setzt, ist ein wichtiger Baustein für die Klimaschutzstrategie der Stadt Coburg. Daher schließt sich Coburg gerne dem Netzwerk auf metropolitaner Ebene an, um gemeinsam die besten Ideen und Lösungswege zu erarbeiten“, so Dominik Sauerteig, neuer Oberbürgermeister der Stadt Coburg.

Nachhaltige Produkte im Wert von 8 Millionen Euro

Im Pakt ist festgelegt, dass in der Metropolregion Nürnberg insgesamt nachhaltige Produkte im kumulierten Wert von 8 Millionen Euro gemeinsam beschafft werden. Das sind vor allem Produkte aus den Bereichen Textilien, Lebensmittel, Büromaterialien und Sportbälle. Im Landkreis Fürth wurden zum Beispiel 35 Fleece- und Softshell Jacken beschafft, in Neumarkt i.d.OPf. 500 Mund-Nasen-Masken. Beide Beschaffungen sind mit dem Global Organic Textile Standard ausgezeichnet. Der Standard steht für Textilien aus biologisch erzeugten Naturfasern und setzt hohe umweltrelevante Ansprüche an chemische Zusätze in der Produktion.

Die Finanzierung für das Projekt stammt aus Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) und diese werden durch die Servicestelle Kommunen in der Einen Welt von Engagement Global bis Ende 2021 bereitgestellt.

Hier geht es zur Übersicht der unterzeichnenden Kommunen
(Quelle: Metropolregion Nürnberg) | B_I MEDIEN

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