Geschäftsführerin Mariel Kleeschulte-Vrochte zeigt den weltweit ersten Papier Sack mit einer Bio-Blumenerde.
Geschäftsführerin Mariel Kleeschulte-Vrochte zeigt den weltweit ersten Papier Sack mit einer Bio-Blumenerde. | Foto: Kleeschulte

Kleeschulte: Ökologisch wertvolle Erden

RÜTHEN, 07.09.2020 – Kleeschulte Erden, Spezialist für ökologische Blumenerden und Substrate, wurde für den Deutschen Nachhaltigkeitspreis Design nominiert. Die Auszeichnung wird in Zusammenarbeit mit der Bundesregierung, Wirtschaftsvereinigungen, zivilgesellschaftlichen Organisationen und Forschungseinrichtungen am 3. und 4. Dezember in Düsseldorf vergeben.

Kleeschulte Erden stellte bei der Bewerbung um den begehrten Umweltpreis kein einzelnes Produkt wie die Substratfaser „topora aqua“, die aufgrund ihrer hohen Wasserspeicherkraft Kokosmaterial aus Indien oder Sri Lanka ersetzt, in den Vordergrund. Vielmehr legte man den Fokus auf die ökologische Geschichte von Kleeschulte und die Ausrichtung auf mehr Regionalität, Bio und Nachhaltigkeit. „Es macht sehr viel Freude zu beweisen, dass unternehmerischer Erfolg im Einklang mit Ökologie und Ökonomie möglich ist“, berichtet die Geschäftsführerin Mariel Kleeschulte-Vrochte. „Gute Ideen aus unserem Team werden dabei schnell und unbürokratisch zu marktreifen Produkten geformt. Das geht nur im familiengeführten Mittelstand in dieser Geschwindigkeit.“

Die Nominierung für den Deutschen Nachhaltigkeitspreis Design war für Mariel Kleeschulte-Vrochte und ihr Team nicht der einzige Grund zur Freude. Ende August nahm sie den Firmensonderpreis für „herausragende Nachhaltigkeit“ des Soester Umweltpreises entgegennehmen. Damit werden Personen, Organisationen und Unternehmen ausgezeichnet, die sich im Besonderen für lokale und regionale Beiträge zur Nachhaltigkeit, Umwelt und Klimaschutz einsetzen. 

Bis Ende 2026 sollen laut Bundesumweltministerin Julia Klöckner torfhaltige Erden als Teil des Klimaschutzprogramms der Bundesregierung ganz aus dem Verkauf verschwinden. Allein der Verzicht auf Torf würde 2 % der gesetzten Klimaziele erfüllen. „Während die Branche aktuell noch 80 % Torf verarbeitet, sind es im Rüthener Erdenwerk nur noch 5 %“, rechnet Kleeschulte-Vrochte den Vergleich zu anderen Erdenwerk vor.

Die neueste Produktentwicklung der Rüthener ist der weltweit erste Papiersack für eine Bio-Blumenerde, der vollständig ohne Plastik auskommt „Unser Paper Bag hat enorme Aufmerksamkeit im Markt erzeugt. Wir gehen davon aus, dass unser Paper Bag zur nächsten Saison schon in diversen Geschäften deutschlandweit zu bekommen ist. Online ist das jetzt schon der Fall.“ freut sich Mariel Kleeschulte-Vrochte. Für sie ist es nur konsequent, dass eine nachhaltige Blumenerde auch in einer Verpackung ohne Plastik landet. Natürlich arbeite man weiter daran, die Range der Produkte in der Papierverpackung und die Verpackungsgrößen zu erweitern.



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