Cloud-basierte Köderschutzboxen erleichtern Rattenbekämpfung

NÜRNBERG, 29.9.2020 – Rattenbekämpfung war für Städte und Gemeinden stets mit viel Aufwand verbunden. Seitdem es vernetzte und Cloud-basierte Köderschutzboxen gibt, hat sich das drastisch geändert. Mit den neusten Köderschutzboxen bietet die Firma ball-b nun Köderschutzboxen an, die direkt mit der Cloud kommunizieren und den Personalaufwand so noch einmal deutlich verringern.

Die ToxProtect ist sehr einfach in der Kanalisation oder im Außenbereich zu installieren.
Die ToxProtect ist sehr einfach in der Kanalisation oder im
Außenbereich zu installieren.

Für die Verwendung von Rodentiziden bestehen strikte und rechtsverbindliche Vorgaben. Dazu gehört, dass die Giftköder nicht in Kontakt mit Wasser kommen dürfen. „Städte und Kommunen müssen bei der chemischen Rattenbekämpfung die Vorgaben zum Gewässerschutz einhalten“, betont Dirk Messner, Präsident des Umweltbundesamts. „Es gibt bereits zahlreiche innovative Lösungen, wie dies umgesetzt werden kann, beispielsweise durch spezielle Köderschutzstationen.“

Neue Hightech-Modelle

Bei genauer Betrachtung gibt es jedoch große Unterschiede bei den einzelnen Modellen und Anbietern. Wer nicht nur die Umwelt schonen und so nebenbei auch Konflikte mit dem Gesetz vermeiden möchte, sollte darauf achten, dass die Köderschutzboxen zusätzlich über intelligente Technologien verfügen.

Biozid-Belastung im Abwasser und der Umwelt
Biozid-Belastung im Abwasser und der Umwelt | Fotos und Abbildungen: ball-b

Die Köderschutzbox ToxProtect ist durch eine Rückstauklappe gegen eindringendes Wasser geschützt.
Die Köderschutzbox ToxProtect ist durch eine Rückstauklappe gegen eindringendes Wasser geschützt. Steigt der Wasserpegel im Kanal oder an einem anderen Standort wie beispielsweise in Flussnähe, schließt sich die Klappe der Köderschutzbox und dichtet diese ab. Sobald der Wasserpegel zurückgegangen ist, öffnet sich der Eingang zur ToxProtect, sodass der Köder für die Ratten wieder erreichbar ist.

So hat der Weltmarktführer auf diesem Gebiet, das Nürnberger Unternehmen ball-b, jetzt neue Modelle entwickelt, die je nach Bedarf und Einsatzort verschiedene Funkstandards nutzen. In Verbindung mit Wärmesensoren können lokale Ratten-Hotspots so in Echtzeit erkannt werden – und das dank des Web-Services von ball-b vom Computer aus bzw. über ein Lesegerät. So lässt sich der Personalaufwand deutlich reduzieren, da die ansonsten notwendigen Kontrollbesuche vor Ort wegfallen. Zudem werden die Giftköder dank des automatisierten Monitorings stets anlassbezogen eingesetzt und jede Aktion dokumentiert. Beides ist mittlerweile vorgeschrieben und äußerst zeitaufwendig ohne technische Hilfsmittel.

Jede ToxProtect kommuniziert per ULE-Funk mit dem Lesegerät (Reader). So lassen sich u.a. Schachtöffnung und -besteigung zur Überprüfung von Köder und Rattenpopulation vermeiden.
Jede ToxProtect kommuniziert per ULE-Funk mit dem Lesegerät (Reader). So lassen sich u.a. Schachtöffnung und -besteigung zur Überprüfung von Köder und Rattenpopulation vermeiden. Der Anwender wählt die Art seiner Datendokumentation, ob als reiner CSV-Report oder als Web Frontend mit Grafiken und Diagrammen.

Alle von ball-b entwickelten Komponenten werden laut Hersteller in Deutschland produziert. Die Unternehmensleitung fühlt sich nach eigener Aussage dazu verpflichtet, deutsche Arbeitsplätze zu sichern und verzichtet auf Billigware aus Fernost. Lediglich das Auslesegerät muss aus Fernost beschafft werden, weil adäquate Komponenten in Deutschland nicht mehr erhältlich sind.
Auslesen der Daten
Auslesen der Daten

Erfasste Daten einpflegen über Schnittstelle

Die ToxProtect-Modelle von ball-b werden mit dem Funkstandard Narrowband-IoT (NB-IoT) betrieben, der u.a. von der Deutschen Telekom derzeit deutschlandweit ausgerollt wird und schon vielerorts genutzt werden kann. An Standorten, an denen der neue Funkstandard derzeit noch nicht zur Verfügung steht, können die neuen Modelle wie die bisherigen Köderschutzboxen von ball-b per ULE-Funk ausgelesen werden. Beide Funkstandards lassen sich parallel betreiben. Alle erfassten Daten können über eine Schnittstelle in die meisten gängigen Kanaldatenbanken (GIS-Systeme) eingepflegt werden.

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