Neue Weiterbildung zur Radonfachperson in Baden-Württemberg

STUTTGART, 02.10.2020 – Mit dem Inkrafttreten der Regelungen zum Schutz vor Radon im Strahlenschutzgesetz gibt es neue Anforderungen an Gebäude. Der Beratungsbedarf ist hoch, die Nachfrage nach „Radonfachpersonen“ steigt. In Baden-Württemberg wird jetzt ein Fortbildungslehrgang für Ingenieure und Architekten angeboten.

Radonlehrgang der Ingenieurkammer BW
Bilden qualifizierte Fachleute aus (v.l.): Strahlenschutzexperte Dr. Alexander Eisenwiener, INGBW-Geschäftsführerin Davina Übelacker, Axel Puhlmann, Referent der Bauakademie Sachsen, und Gerhard Freier, Ingenieurreferent der INGBW
Der Schutz vor Radon hat Eingang in deutsches Recht gefunden. Um die neuen Anforderungen an neue und bestehende Gebäude in dieser Hinsicht umzusetzen, ist die Weiterbildung zur Radonfachperson erforderlich. Wegen des erhöhten Beratungsbedarfs hat die Ingenieurkammer Baden-Württemberg gemeinsam mit der Architektenkammer Baden-Württemberg und der Bauakademie Sachsen den Lehrgang zur „Weiterbildung zur Radonfachperson“ gestartet. Die Auftaktveranstaltung am 29. und 30. September sei „sehr vielversprechend“ gelaufen, so die Geschäftsführerin der Ingenieurkammer Baden-Württemberg, Davina Übelacker. Der Kurs sei komplett ausgebucht, werde in diesem Monat online fortgesetzt und im November mit einer Prüfung abgeschlossen.

„Wir brauchen auch in Baden-Württemberg genügend qualifizierte Fachleute für den baulichen Radonschutz“, sagte Dr. Alexander Eisenwiener, Strahlenschutzexperte im Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg, der referiert in der Schulung über die rechtlichen Regelungen zum Schutz vor Radon referiert.

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