Insgesamt 55 eigens gepflanzte Robinien sind auf der Landesgartenschau Kamp-Lintfort noch bis zum 25. Oktober zu sehen.
Insgesamt 55 eigens gepflanzte Robinien sind auf der Landesgartenschau Kamp-Lintfort noch bis zum 25. Oktober zu sehen. | Foto: Nina Meise, Laga Kamp-Lintfort 2020

Robinien für die Landesgartenschau

KAMP-LINTFORT, 09.10.2020 – Die ursprünglich aus Nordamerika stammende Robinie gibt es schon seit etwa 300 Jahren in Deutschland, gilt jedoch immer noch als Neuheit. Der Baum des Jahres 2020 mit seinen cremeweißen Blüten und zarten Fliederblättern ist 55mal auf dem Gelände der Landesgartenschau Kamp-Lintfort gepflanzt worden – und dient nicht nur als Hingucker, sondern auch als Bienenweide.

„Imker sind besondere Fans der Robinie, denn die Blüten des Baumes geben reichlich Nektar ab“, erklärt Kirsten Holsteg, Landschaftsarchitektin und im Team der Landesgartenschau Kamp-Lintfort zuständig für die Pflege der Bäume. Die Robinie komme gerade mit städtischen Klimabedingungen und schwierigen Bodenverhältnissen, wie denen auf einem ehemaligen Bergwerksgelände, gut zurecht. „Die Baumart zählt zu den wertvollsten Insektenpflanzen in Europa“, so Holsteg. An den Gelenkplätzen im Zechenpark steht die Robinie am Rand der Sparkassenpromenade im Bereich der nördlichen Ausstellerachse, und hinter dem Gärtnermarkt und der Blumenhalle im südlichen Teil des Areals. „Dort, wo sich die Robinie einmal angesiedelt hat, ist sie sehr widerstandfähig“, erläutert Holsteg. Dies liege an den sogenannten Knöllchen-Bakterien, die an der Wurzel des Baumes leben, den Luftstickstoff fixieren und diesen im Boden anreichern. Die Robinie vertrage Hitze und Trockenheit. „Sie ist äußerst wärmeliebend und stellt an den Boden kaum Ansprüche. Sie eignet sich bestens für diesen Standort“, so die Landschaftsarchitektin.

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