Trotz Corona: Umsatz bei Förch fast auf Vorjahresniveau

NEUENSTADT, 09.10.2020 – Die Förch Unternehmensgruppe geht optimistisch ins letzte Quartal. Nachdem der Konzern vor allem in den Monaten März bis Mai Umsatzeinbußen von bis zu 20 Prozent hinnehmen musste, liegt der Umsatz nach dem August insgesamt nur noch leicht unter dem Vorjahr. Vor allem der deutsche Markt sorgte für Erholung.

Förch-Zentrale in Neuenstadt
Die Förch-Zentrale in Neuenstadt im Landkreis Heilbronn: Daneben gibt es in Deutschland 34 Verkaufs-Standorte, darunter auch Niederlassungen, bei denen sich die Handwerker rund um die Uhr selbst mit Material versorgen können. | Fotos. Förch
Die ungebrochene Konjunktur im Bauhandwerk und die schnelle Wiederaufnahme der Geschäftstätigkeiten in der Automobilindustrie haben dem Anbieter von Werkstatt-, Montage- und Befestigungsartikeln in den ersten drei Quartalen in Deutschland einen kumulierten Umsatz von 162 Mio. Euro eingebracht. Das leichte Plus von 0,5 % im Vergleich zum Vorjahr stimme optimistisch für das letzte Quartal, teilte das Unternehmen mit. Trotz der in weiten Teilen Europas deutlich gravierenderen Corona-Auswirkungen liege der Konzernumsatz selben Zeitraum bei 305 Mio. Euro und damit um nur 0,6 % unter dem Vorjahresniveau. Konzerngeschäftsführer Gerhard Heilemann rechnet mit einem Umsatzplus von 1,5 % zum Jahresende, für die deutsche Gesellschaft sogar von 2,6 %.

Förch-Geschäftsführer Gerhard Heilemann
„Der Aufschwung der letzten zwei bis drei Monate stimmt uns positiv, dass wir mit der Unternehmensgruppe zum Jahresende einen prognostizierten Umsatz von 481 Mio. € erreichen werden.“ Gerhard Heilemann, Konzerngeschäftsführer Marketing, Vertrieb + Digitalisierung
Erstmals in der Unternehmensgeschichte hatte Förch von Mai bis Juni Kurzarbeit angesetzt. Im Zuge dessen hatte das Management einen entsprechenden Gehaltsverzicht geleistet. Auch in Frankreich hatte die Geschäftsführung mit diesen Maßnahmen auf die Corona-Krise reagiert. Ab Juni habe das Geschäft in weiten Teilen Europas wieder ohne größere Einschränkungen aufgenommen werden können, hieß es von Förch. Auf einen Stellenabbau habe das Unternehmen verzichtet, allerdings auch weniger neue Mitarbeiter eingestellt. Zum Ende des ersten Halbjahres 2020 beschäftigte der Konzern über 3.300 Mitarbeiter, rund 1,5 % weniger als im Vorjahreszeitraum.