GEC 2015 mit Fragestellungen zu Georisiken und Altlasten

OFFENBURG, 26.10.2015 – Georisiken und Altlasten spielen bei der diesjährigen GEC Geotechnik - expo & congress am 29. und 30. Oktober eine wichtige Rolle. Namhafte Experten referieren über Entwicklungen und neue Verfahrenstechniken mit dem Bewusstsein und der hohen Verantwortung für die öffentliche Sicherheit.
Die Kongressmesse richtet sich speziell an den deutschen und Schweizer Geotechnikmarkt und bündelt die geballte Fachkompetenz am Messestandort Offenburg. Das Kongressprogramm setzt Akzente mit den Schwerpunkten Spezialtiefbau, Baugrundsicherung, Georisiken, Verkehrswegebau und Altlastenmanagement. Zudem findet in diesem Jahr der 9. Deutsche Geologentag der Berufsverbandes Deutscher Geowissenschaftler (BDG) im Rahmen der Kongressmesse statt.

Industrie von Altlasten befreien

Allein in diesem Jahr unterstützte das Land Baden-Württemberg die Kommunen mit über 15 Millionen Euro für die Sanierung von Altlasten. „Boden gehört mit Wasser und Luft zu unseren elementaren Lebensgrundlagen. Wir wollen Industriebrachen von schädlichen Altlasten befreien, damit die Städte und Gemeinden die Flächen neu nutzen und so wertvolle Böden im Außenbereich schonen können“, erklärte Umweltminister Franz Untersteller in einer Pressemitteilung der Landesregierung. 1988 startete Baden-Württemberg als erstes Bundesland mit der Aufarbeitung von Altlasten. Seither wurden die Kommunen mit fast 748 Millionen Euro unterstützt, womit Investitionen von schätzungsweise einer Milliarde Euro ausgelöst wurden. Zahlreiche Aufgaben sind bereits bewältigt. Knapp 100.500 Flächen wurden erfasst und bewertet, 3.232 Flächen saniert.

Ausführungsrisiken und Ablaufstörungen

Risiken bei der Ausführung von Bauleistungen im Umweltschutz und den Umgang mit Bauablaufstörungen thematisiert Prof. Dr.-Ing. Jörg Bartels von der iwb Ingenieurgesellschaft im Kongress am 29. Oktober und erläutert die Anforderungen und Qualitätsansprüche an den Bauvertrag. Er verdeutlicht darin die Möglichkeiten bei der Erstellung der Ausschreibungsunterlagen sowie in der Bauabwicklung und nimmt Bezug auf die Lösungswege in der Erkundungs- und Planungsphase.
Dem Grundwasserschadensfall eines ehemaligen Tanklagers sowie die Auswirkungen auf Bauvorhaben und Sanierungsstrategien widmet sich Diplom-Geologe Clemens Lehr in seinem Vortrag am 29. Oktober. Und auf Baugrundertüchtigungen im Spannungsfeld zwischen Deponiegasen und Emissionsschutz geht Dr. Stefan Jung von Dr. Jung + Lang Ingenieure in seinem Vortrag ein und verdeutlicht dieses anhand der Innerstädtischen Bebauung einer ehemaligen Deponie.

Georisiken

Einen zentralen Vortragsblock im Kongress bildet die Auseinandersetzung mit den Georisiken in Deutschland. Dr. Matthias Kracht vom Hessischen Landesamt für Umwelt und Geologie referiert über die Gefährdung, Analyse und Maßnahmen der Erdbeben in Deutschland. Die Untersuchungsmethoden und Überwachungsmöglichkeiten von Erdfällen zeigt Dr. Sven Schmidt von der Thüringer Landesanstalt für Umwelt und Geologie auf. Neben Erdbeben, Vulkanausbrüchen und Sturmfluten sieht Dr. Marco Walter von Seismic Solution eine unterschätze Gefahr in Hangrutschungen.
Die Vorträge des zweitägigen Kongressprogramms lassen sich individuell kombinieren. Das gesamte Spektrum ist unter www.gec-offenburg.de verfügbar. Weitere Infos unter www.gec-offenburg.de oder Tel.: +49 (0)781 9226-33. bi