Liebherr-Radlader 566 XPower
Der neue Liebherr-Radlader L 566 XPower vereint die Vorteile des hydrostatischen und des mechanischen Antriebs in einem Gerät. Dies kommt Leistung, Kraftstoffeffizienz und Robustheit der Maschine zugute. Der Preis soll gegenüber den Vorgängermodellen stabil gehalten werden. | Foto: bi/Grimm

Liebherr baut Großradlader mit leistungsverzweigtem Getriebe

EDINBURGH, 02.11.2015 – Liebherr hat unter der Bezeichnung „XPower“ eine neue Baureihe von Radladern vorgestellt. Kernstück der neuen Maschinengeneration ist ein neues Getriebekonzept: Das sogenannte leistungsverzweigte Getriebe vereint in sich die Vorteile der mechanischen und der hydrostatischen Getriebe.

Kraftstoffeinsparungen bis zu 30 Prozent gegenüber herkömmlichen Radladern sollen nach Aussagen Liebherrs erreicht werden. Es geht aber um mehr als nur um Kraftstoffeinsparung. „XPower ist ein ganzheitliches, innovatives Maschinenkonzept für die Radlader L 550 bis L 586, also für die gesamte Palette der großen Liebherr-Radlader mit Standardschaufelgrößen von 3,2 bis 6,0 Kubikmeter“, betonte Martin Gschwend, Vertriebsgeschäftsführer des Liebherr-Werk Bischofshofen, bei der Präsentation der neuen Radlader im schottischen Edinburgh. Die neuen Radlader seien ein Meilenstein in der Technikgeschichte der Liebherr-Radlader, wie er im Technologiezyklus bestenfalls alle 20 Jahre realisiert werde, so Gschwend.

Kraftstoffeffizienz, Robustheit, Leistungsstärke und Komfort sollen bei der neuen Radlader-Baureihe deutlich verbessert worden sein. Umfangreiche Tests mit unterschiedlichsten Anwendungen hätten dies bestätigt. Die stärkere Auslegung von Kernkomponenten wie Achsen, Hydraulikzylindern und Hubgerüst erhöht die Zuverlässigkeit der Geräte.

Das leistungsverzweigte Antriebskonzept kombiniert den Hydrostatischen mit dem mechanischen Antrieb. Der hydrostatische Antrieb ist die effizienteste Antriebsart bei der Materialaufnahme und beim Transport auf kurzen Strecken. Der mechanische Antrieb ist am sparsamsten und kraftvollsten bei langen Distanzen und Bergfahrten. Die Belastung wird auf beide Antriebswege verteilt und die Antriebskomponenten sollen dadurch eine höhere Lebenserwartung erhalten. Gesteuert wird dies durch das Liebherr-Power-Efficiency-System. Es stimmt Dieselmotor, leistungsverzweigtes Getriebe und Arbeitshydraulik in Echtzeit optimal aufeinander ab.
Ein ausführlicher Bericht folgt im bi-BauMagazin 12/2015. bi