Wacker Neuson: Umsatzdämpfer im dritten Quartal

MÜNCHEN, 03.11.2015 – Die Wacker Neuson Group konnte ihren Aufwärtstrend beim Umsatz im dritten Quartal nicht fortsetzen. Die Erlöse sanken um 1,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal. Trotzdem erreichte das Unternehmen in den ersten neun Monaten dieses Jahres einen neuen Umsatzrekord.

Cem Peksaglam

Nach einem Umsatzplus von elf Prozent im ersten und 16 Prozent im zweiten Quartal kippte die Nachfrage im dritten Quartal überraschend ins Minus. Nach vorläufigen Zahlen sank der Konzernumsatz im dritten Quartal 2015 um 1,6 Prozent zum Vorjahr auf 311 Millionen Euro.

Der beschleunigte Nachfragerückgang in Entwicklungsmärkten und in von Rohstoffpreisen abhängigen Absatzmärkten wie zum Beispiel Kanada, USA, Australien, Chile und Südafrika beeinflussten Umsatz und Profitabilität negativ. In Europa kam es zu einer weiteren Abschwächung der Marktnachfrage insbesondere in Frankreich und Russland.

„Im September sank der Umsatz deutlich gegenüber dem Vorjahr, was dazu führte, dass auch der Umsatz des dritten Quartals unter dem starken Vorjahresquartal lag. Dennoch konnten wir in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres erstmals über eine Milliarde Euro Umsatz erzielen“, erläutert Cem Peksaglam, Vorstandsvorsitzender der Wacker Neuson SE.

Gesamtjahr (noch) positiv

Nach vorläufigen Zahlen stieg der Konzernumsatz in den ersten neun Monaten 2015 um 8,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 1.017,4 Millionen Euro, währungsbereinigt um 4,0 Prozent. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) sank um 21,5 Prozent auf 81,2 Millionen Euro. „Im ersten Halbjahr, speziell im zweiten Quartal, gab es in zahlreichen krisengeschüttelten Märkten Anzeichen für eine Besserung. Das dritte Quartal, insbesondere der September, hat uns jedoch gezeigt, in welch‘ volatilem Umfeld wir uns bewegen. Besonders bedauerlich ist, dass uns neben der Marktschwäche in der Bau-, Rohstoff- und Energiewirtschaft nun auch die Krise in der Landtechnik erreicht hat. Man kann auch nicht mehr von regional begrenzten Krisen sprechen, denn die Nachfrageschwäche betrifft bestimmte Emerging Markets genauso wie einzelne reife Märkte“, so Peksaglam.

Europa schwächelt, Asien stark

In Europa, wo der Konzern mit 72 Prozent den Löwenanteil seiner Umsätze tätigt, betrug das Wachstum in den ersten neun Monaten 6,0 Prozent zum Vorjahr. In den Regionen Amerikas und Asien-Pazifik spielten Währungseffekte eine wesentliche Rolle. So erzielte die Wacker Neuson Group in der Region Amerikas einen nominalen Umsatzzuwachs von 15,4 Prozent, währungsbereinigt lag der Umsatz auf Vorjahresniveau. In der Region Asien-Pazifik wuchs der Umsatz um 22,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr (währungsbereinigt: +12,0 Prozent).

Im Bereich Kompaktmaschinen stieg der Umsatz gegenüber dem Vorjahr um 14,8 Prozent. Der Baugeräteumsatz legte um 3,6 Prozent zu. Der Dienstleistungsumsatz, wozu unter anderem das Geschäft mit Reparaturen und Ersatzteilen zählt, stieg um 4,3 Prozent zum Vorjahr.

Wachstumsprognose für 2015 angepasst

Der Konzern hat seine Prognose für das laufende Jahr wegen der aktuellen Geschäftsentwicklung kürzlich angepasst. „Wir gehen davon aus, dass auch im vierten Quartal Marktschwächen nicht vollständig ausgeglichen werden können und haben daraufhin unsere Erwartungen an Umsatz und Ergebnis angepasst. Unsere Entwicklung in den vergangenen Jahren belegt jedoch, dass Wacker Neuson sowohl strategisch als auch operativ sehr gut aufgestellt ist, um die aktuellen und auch künftige Herausforderungen des Marktes zu bewältigen“, zeigt sich Peksaglam zuversichtlich.
Erwartet wird ein Konzernumsatz zwischen 1,35 und 1,40 Milliarden Euro nach 1,28 Milliarden Euro im Jahr 2014 und eine EBIT-Marge zwischen 7,0 und 8,0 Prozent. hst