Caterpillar-Muldenkipper 772G
Die Nachfrageflaute und der Preisverfall im Bergbau- und Energiesektor machen Caterpillar weiterhin zu schaffen. Damit es im nächsten Konjunkturzyklus wieder bergauf geht, will das Unternehmen profitabler werden. | Foto: Caterpillar

Caterpillar: Zehn Prozent Umsatzminus im dritten Quartal

PEORIA (USA), 04.11.2015 – Caterpillar hat im dritten Quartal den diesjährigen Abwärtstrend bei den Umsätzen fortgesetzt und sein Jahresziel nochmals nach unten korrigiert. Weil 2016 ein weiterer Rückgang erwartet wird, arbeitet Cat an der Verbesserung seiner Profitabilität.

Caterpillar hat im dritten Quartal 2015 rund elf Milliarden US-Dollar – knapp zehn Milliarden Euro – Umsatz erzielt. Das entspricht einem Minus von zehn Prozent gegenüber dem zweiten Quartal und einem Rückgang um 18 Prozent verglichen mit dem dritten Quartal 2014. Seine Umsatzerwartung an das Jahr 2015, ursprünglich etwa 50 Milliarden US-Dollar, hat Cat entsprechend nochmals um eine Milliarde auf nun 48 Milliarden US-Dollar (43 Milliarden Euro) gesenkt.

2016 sollen die Umsätze nochmals um etwa fünf Prozent, sprich: etwa eine Milliarde US-Dollar, zurückgehen. Leicht anziehenden Verkäufen in den entwickelten Märkten stehen dabei Rückgänge in den Schwellenländern gegenüber. In Europa und den USA bleibt das Wirtschaftswachstum voraussichtlich schwach, während die Wirtschaft in China weiter schrumpft und Brasilien in der Rezession steckt.

„Mit Zyklen zurechtzukommen, ist seit 90 Jahren entscheidend für Caterpillars Erfolg. Das ist nichts Neues für uns und unsere Kunden“, kommentierte der Caterpillar-Vorstandsvorsitzende Doug Oberhelman die aktuellen Zahlen. Aktuell komme es darauf an, die Kostenstruktur des Unternehmens zu verbessern. „In diesem Jahr, das wahrscheinlich – zum ersten Mal in unserer 90-jährigen Geschichte – das vierte Jahr in Folge mit Umsatzeinbußen werden wird, strukturieren wir unser Geschäft um, um die Kosten zu senken. Das ist schmerzhaft und wird Tausende Menschen treffen, aber es ist entscheidend für die langfristige Gesundheit unseres Unternehmens und wird uns eine gute Ausgangsposition bescheren, wenn sich die Bedingungen verbessern.“ Oberhelman sprach damit die geplante Streichung von rund 10.000 Stellen in den kommenden Jahren an, die Cat im September bekanntgegeben hatte. hst