Sole für die Flugzeuge

DÜSSELDORF, 20.11.2015 - Was im Frühjahr 2014 in einem Kundengespräch mit der Firma Pipjorke als erste Idee geboren wurde, fährt inzwischen seit Januar 2015 auf Rollfeldern und Straßen am Flughafen Düsseldorf: die erste Schmidt Swingo Kompaktkehrmaschine mit CSP Solesprüher und Schmidt Schneepflug.

Die Swingo Kompaktkehrmaschine mit Solesprüher in Düsseldorf
Die Swingo Kompaktkehrmaschine mit Solesprüher und Sprühbalken im Winterdiensteinsatz am Flughafen Düsseldorf. | Foto: Aebi Schmidt
Die Firma Pipjorke ist unter anderem seit rund sieben Jahren mit Winterdienstarbeiten am Flughafen Düsseldorf beauftragt. Zunächst nur im Rahmen von Räumarbeiten im öffentlichen Bereich, auf Gehwegen und Parkplätzen, sowie mit dem Abtransport von Schneemengen auf dem Vorfeld. Seit fünf Jahren unterstützt Pipjorke die Flughafen Düsseldorf GmbH auch auf dem Vorfeld mit Winterdienstgeräten beim Räumen des gesamten Vorfeldes. Anfangs nur mit Großgeräten, seit zwei Jahren aber auch mit Kleingeräten auf Gehwegen und rund um die sogenannten „Finger“, also die Fluggastbrücken. In den übrigen Monaten ist das Unternehmen mit zwei Schmidt Swingo 200 Kompaktkehrmaschinen im Einsatz.
„Der Wunsch der Geschäftsleitung von Pipjorke war eine Swingo Kompaktkehrmaschine für den Wintereinsatz. Diese sollte - neben ihrer Funktionalität dem Kehren - durch entsprechendes Umrüsten in der Lage sein, Sole Flüssigkeit auszubringen, da auf dem Vorfeld des Flughafen Düsseldorf bevorzugt Sole versprüht wird“, so Thomas Pollul, Key Account Manager für den Bereich Airport bei Schmidt in St. Blasien. „Nach den Bedürfnissen unseres Kunden, haben wir den Brauchwassertank der Swingo gegen einen weiteren Frischwassertank in der Funktion als Soletank ausgetauscht, die miteinander verbunden wurden. Somit können nun insgesamt bis zu 400 Liter Sole mitgeführt werden.“ Bei trockenen oder leicht feuchten Verhältnissen und bei einer Temperatur von bis zu -6 Grad ist das Verfahren der Soleausbringung eine überlegene Alternative zu Umwelt belastenden Streumitteln. Die Dosierung erfolgt in einem geschlossenen elektrisch-hydraulischen Kreislauf. Die Sprühmenge wird hierbei über das Tachosignal wegeabhängig an die Fahrgeschwindigkeit angepasst. Selbst bei minimaler Dosierung wird eine optimale Verteilung erreicht. Die gleichmäßige Ausbringung der Sprühflüssigkeit erfolgt über einen an der Rückseite des Sprühers montierten Sprühbalken. Für die Sprühmittelausbringung werden Flachstrahldüsen mit erweitertem Druckbereich verwendet. Die Sprühdüsen befinden sich nahe an der Bodenoberfläche und sichern ein gleichmäßiges Sprühbild mit einer Breite von bis zu acht Metern, mit optional asymmetrisch zuschaltbaren Weitwurfdüsen.
Doch es waren noch weitere Anpassungen nötig, um die Swingo für ihr neues Einsatzgebiet fit zu machen. Da die Sprühgeschwindigkeit mit der normalen Arbeitsgeschwindigkeit von 12 km/h zu langsam wäre, wurde letztere auf 25 km/h erhöht. Seitliche Sprühdüsen, die sich zunächst nur manuell von Hand, ein- bzw. ausschalten ließen, können inzwischen automatisch vom Bedienpult in der Kabine aus zugeschaltet werden. Seit Januar 2015 ist nun die erste Swingo in Kombination mit Soletank und Sprühbalken in Düsseldorf im Einsatz. „Die Sprühleistung ist hervorragend und die Sprühmenge lässt sich gut einstellen“, so Matthias Pipjorke, Geschäftsleiter des Entsorgungsfachbetriebs Pipjorke und Mit-Initiator des Projektes. „Meine Mitarbeiter fahren gerne mit der Swingo. Sie ist wendig, übersichtlich und mit der Rückfahrkamera hat der Fahrer jederzeit einen Blick auf das Sprühbild. Für mein Unternehmen ist die Swingo am Düsseldorfer Flughafen unverzichtbar. Die Möglichkeiten sind vielfältig. Sowohl Schneepflug als auch Schneebürste sind einsetzbar und am Heck je nach Bedarf ein Sprühbalken oder Sprühteller. Bei normalem Schneefall ist ein Räumen und Sprühen problemlos möglich. Bei Steigungen, z.B. bei Fußgängerbrücken, sind Schneeketten oder Reifen mit Spikes von Vorteil.“ Und das Umrüsten zwischen Sommerbetrieb und Winterbetrieb ist innerhalb kurzer Zeit möglich. bi