Neuer Nanodur-Beton reduziert Verformungen um 50 Prozent

WIESBADEN, 07.12.2015 – Die Dyckerhoff GmbH hat mit Hilfe spezialbehandelter Gesteinskörnungen einen neuen Beton mit außerordentlich hohem E-Modul entwickelt. Der Nanodur-Beton E80 ist verformungsstabiler und steifer als Aluminium. Lastumlagerungen bei Verbundkonstruktionen sind damit besser zu steuern.

Festigkeit von Beton ist wichtig, oft ist jedoch der Nachweis von Durchbiegungen und Mindeststeifigkeiten für die Bemessung maßgebend. Ein hoher und vor allem zuverlässiger E-Modul des eingesetzten Betons ist ganz entscheidend bei Hochhausstützen, Tribünenstufen und Maschinenfundamenten. Bei Verbundbrücken und Halbfertigteilen beeinflusst der E-Modul die Lastverteilung innerhalb der einzelnen Bauteilschichten.
Die Dyckerhoff GmbH ist im Rahmen ihrer Maschinenbauaktivitäten auf künstlich hergestellte, marktgängige Gesteinskörnungen gestoßen, mit denen der E-Modul von Beton gezielt beeinflusst werden kann. Im Vergleich zu natürlichem Hartgestein wie Basalt kann der E-Modul fast verdoppelt werden. Der E-Modul von Norm-Betonen liegt bei 27.000 bis 37.000 N/mm² und kann in Abhängigkeit von den eingesetzten Gesteinskörnungen um bis zu 50% schwanken. In Verbindung mit dem Bindemittel Nanodur-Compound hat die Dyckerhoff GmbH eine UHPC-Rezeptur mit einem E-Modul von zuverlässigen 80.000 N/mm² und mehr entwickelt. Das ist höher als der für Aluminium angesetzte Wert von 70.000 N/mm². Bei gleichen Abmessungen wird somit die Steifigkeit der Bauteile um mehr als 100 % erhöht. Damit werden auch die Verformungen entsprechend minimiert.
Nanodur E80
Der Nanodur-Beton E80 weist einen E-Modul von über 80.000 N/mm² auf und ist damit verformungsstabiler und steifer als Aluminium. | Fotos: Dyckerhoff GmbH
Nanodur E80 Schnitt
Im Schnittbild erkennt man die künstlich hergestellte Gesteinskörnung, auf der die signifikante Erhöhung des E-Moduls beruht.
 
Das Geheimnis dieser Neuheit ist der Austausch von Naturgestein durch die industriell vergütete Gesteinskörnung „Durigid“, die durch einen Sinterprozess verfestigt wird. Resultat: Erhöhung des E-Moduls des Werkstoffes und der Abriebfestigkeit des Festbetons. Die leichte Gießbarkeit sowie die selbstverdichtenden Eigenschaften der Mischung bleiben erhalten. Der Einsatz von Durigid erfordert eine Zustimmung im Einzelfall, ist die Dyckerhoff GmbH bietet dabei Hilfe mit ihren Prüfergebnissen an. bi