Wandersteg in Südtirol:

Über die Schlucht schreiten

AICHACH, 16.12.2015 - Ein 6,5 Kilometer langer Wanderweg in Südtirol überquert zahlreiche Bachläufe und Schluchten und verläuft als Trägerkonstruktion teilweise an senkrechten Steilhängen. Als Lauffläche für die zahlreichen Stegabschnitte hat sich das beauftragte Stahlbauunternehmen für Gitterroste der MEA Metal Applications GmbH entschieden.

Passersteg in Südtirol
Der 6,5 Kilometer lange Passersteg in Südtirol überquert zahlreiche Bachläufe und Schluchten. Die einfache und schnelle Befestigung der Roste hat wertvolle Zeit für die aufwändige Montage gespart. | Fotos: MEA Metal Applications GmbH
Passersteg am Steilhang

Der teils sehr winkelige Verlauf des Steges längs der
Felswände erforderte individuelle Zuschnitte der Gitterroste
in definierten Winkeln und Radien.
 

Nördlich von Meran hat sich das Flüsschen Passer seinen Weg durch die Felsen gegraben und dabei eine der schönsten Schluchtenlandschaften Südtirols geschaffen. Die Passerschlucht zwischen den Dörfern St. Leonhard und Moos über einen Wanderweg zugänglich zu machen, war der Plan eines Ausgleichsprojekts für ein in der Nähe errichtetes Wasserkraftwerk. So ist zwischen 2012 und 2015 ein Wanderweg entstanden, der den Verlauf der natürlichen Wasserwege nutzt. Rund 680 Laufmeter sind deshalb als Stegkonstruktion ausgeführt.
 
Den Auftrag zur Fertigung und Montage der Stahlbauabschnitte des Passerstegs erhielt die Gufler Metall KG in Moos. Das 1991 gegründete Unternehmen hat sich neben dem klassischen Metallbau vor allem im Schweißen von Druckrohrleitungen und im Stahlwasserbau einen Namen gemacht. „Sicherheits- und Qualitätsaspekte sind bei unserer Arbeit oberstes Gebot“, beschreibt Gesellschafter Alfred Gufler die Grundsätze seines Hauses. Deshalb bestehen die Handläufe und die seitlichen Maschendrahtfelder des Passerstegs auch aus rostfreiem V2A-Stahl.
 
Die Stahlgitterroste von MEA Metal Applications passen bestens in dieses Qualitätsprofil: Nach den Press- und Schweißvorgängen werden sie gebeizt, im Vollbad feuerverzinkt und auf diese Weise für viele Jahre gegenüber Umwelt- und auch chemischen Einflüssen immun gemacht. Insgesamt 600 Gitterroste hat MEA für das Projekt im Passeiertal geliefert, die meisten davon mit den Außenmaßen 1.440x1.000 Millimeter, der Maschenweite 20/20 und rutschhemmendem Füllstab.
 Punktgenaue Lieferung

Aber nicht nur die Produkte selbst, auch die Dienstleistungen des Aichacher Bauzulieferunternehmens haben die gestrengen Südtiroler überzeugt. „Aufgrund unserer flexiblen Fertigungsprozesse können wir problemlos Zuschnitte in definierten Winkeln und Radien produzieren“, erklärt MEA Metal Applications-Geschäftsführer Jens Ulbrich. Bei dem teils sehr winkeligen Verlauf des Steges längs der Felswände hat sich diese Stärke ebenso ausgezahlt wie die einfache und schnelle Befestigung der Roste. Hier ließ sich wertvolle Zeit sparen, denn die Montage der bis zu zwölf Meter langen, vorgefertigten Stahlbauelemente war extrem schwierig und aufwändig: „Wir mussten alles mit dem Hubschrauber einfliegen lassen und haben die Stahlträger direkt in vorbereitete Felsbohrungen eingesetzt“, berichtet Alfred Gufler. Da kam es ihm und seinem Team sehr gelegen, dass MEA die Roste ohne Fehlmengen und punktgenau zur Hubschrauber-Montage angeliefert hat. bi