Hochkonjunktur im GaLaBau hält an

BAD HONNEF, 31.12.2015 - Der Trend der vergangenen Jahre setzt sich fort: Die konjunkturelle Lage in der GaLaBau-Branche war auch in diesem jahr positiv. Nichtsdestotrotz zeigen sich auch einige negative Aspekte, die nicht vernachlässigt werden sollten.

Bündel Euroscheine

Wie in den vergangenen Jahren wurden auch in der jüngsten Herbstkonjunkturumfrage des Bundesverbandes Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau (BGL) erfreuliche Werte erzielt. „Den GaLaBau-Unternehmern geht es gut, die Lage ist stabil und weiterhin auf einem sehr guten Niveau“, fasst BGL-Präsident August Forster die aktuellen Ergebnisse zusammen. Dies gelte insbesondere für die Zukunftsaussichten der Branche, welche 97,1 Prozent der GaLaBau-Unternehmer als positiv bewerten. Die aktuelle Auftragslage beurteilen 85,18 Prozent der Befragten als besser oder gleichbleibend gegenüber dem Vorjahreszeitraum. 14,82 Prozent der Unternehmer aus dem Garten- und Landschaftsbau sprechen hingegen von einer schlechteren Auftragslage gegenüber dem Vorjahr.

Auftragsbestand und Planungssicherheit

Die gute konjunkturelle Lage der GaLaBau-Branche spiegelt sich auch im gegenwärtigen Auftragsbestand wider. So reichen die Aufträge in der Pflege durchschnittlich für eine Vollbeschäftigung für die nächsten neun Wochen. Im Bereich Neubau sind die Betriebe sogar für zehn Wochen im Durchschnitt ausgelastet. „Die aktuellen Zahlen belegen eindrucksvoll, dass der Boom im Garten- und Landschaftsbau unverändert anhält und die Unternehmen erfolgreich im Markt agieren“, so Forster. Dieses Stimmungsbild wird auch durch die Einschätzung der Unternehmer für den eigenen Betrieb getragen. Befragt nach den Aussichten für den eigenen Betrieb, beurteilten 95,32 der Unternehmer die Perspektiven für das eigene Unternehmen als positiv. 11 Prozent schätzten die Lage mit „sehr gut“ ein (Vorjahr: 10,97 Prozent). Mit „gut“ bewerteten 60,29 Prozent die Aussichten (Vorjahr: 61,33 Prozent). „Befriedigend“ gaben 24,03 Prozent der Befragten (Vorjahr: 22,84) an.

Fünf-Jahres-Perspektive

Ein Beleg für die aktuelle positive Konjunkturlage im Garten- und Landschaftsbau zeigt sich in der Einschätzung zu den Zukunftsaussichten der Branche für die nächsten fünf Jahre. So sehen 2,76 Prozent (Vorjahr: 1,89 Prozent) der Befragten die Aussichten der Branche als „sehr gut“ an. 48,41 Prozent beurteilen die Perspektiven als „Gut“ und 42,04 Prozent (Vorjahr: 47,83 Prozent) als „Befriedigend“. Damit liegt die Einschätzung der Unternehmer für die wirtschaftliche Zukunft der Branche mit 93,21 Prozent sogar leicht über dem Vorjahresniveau (93,01 Prozent).

Preisentwicklung im öffentlichen Sektor

Bei der Preisentwicklung im öffentlichen Bereich bestätigt sich die Situation aus dem Vorjahr. Laut der Umfrage gaben 75 Prozent (Vorjahr: 73,98 Prozent) der befragten GaLaBau-Unternehmen an, dass sich die Preisstruktur im Gegensatz zum Vorjahr nicht verändert hätte. Marktgerechte Preise erzielten nur 10,64 Prozent (Vorjahr: 11,40 Prozent) der Unternehmer.
„Es zeigt sich, dass wir bei den Kommunen noch Überzeugungsarbeit leisten müssen. Es gilt bei den Verantwortlichen noch stärker das Bewusstsein zu schärfen, dass qualitätsvoll gepflegte Grünanlagen für die Kommunen sowohl einen wirtschaftlichen als auch sozialen Mehrwert bieten“, so Forster. An dieser Stelle setze der Verband mit der aktuellen Kampagne zum ‚Urbanen Grün‘ an. "Ziel ist es, die Bevölkerung über den Nutzen von mehr Grün in der Stadt zu informieren und gleichzeitig einen Dialog mit den Kommunen über die zukünftige Grüngestaltung der Städte anzustoßen – zumal die Bürger gepflegte öffentliche Parks und Grünanlagen wünschen“, erklärt der BGL-Präsident.

GaLaBau-NRW bestätigt den Boom

„Unsere kürzlich turnusgemäß durchgeführte Konjunkturumfrage hat ergeben, dass sowohl im Bereich der Auftragslage als auch bezüglich der Preisentwicklung kaum Unterschiede zu den guten Daten der zuvor erfolgten Erhebungen seit Oktober 2014 vorhanden sind“, erklärt Dr. Karl Schürmann, Geschäftsführer des Verbandes GaLaBau NRW, in Oberhausen. Es sei festzustellen, dass weiterhin über 85 Prozent der Betriebe eine gleiche oder bessere Auftragslage gegenüber dem letzten Jahr haben. Lediglich der Auftragsbestand im Bereich der Pflege zeigt sich leicht rückläufig. Dafür gebe es mehr Aufträge für den Um- und Neubau von Gärten und Grünanlagen.
Trotz des guten Konjunkturverlaufs sei es aber den GaLaBau-Fachunternehmen in der Breite nicht gelungen, die Preise gemäß den entsprechenden Kostenerfordernissen zu erhöhen – insbesondere auf dem stark umkämpften öffentlichen Auftragsmarkt. Ähnlich sehe es im Bereich Gewerbe und Industrie aus. Hier konnte nur etwa jedes zehnte landschaftsgärtnerische Fachunternehmen Preisanpassungen vornehmen, so der Landesverband. Es gelte daher für die Landschaftsgärtner, ihre Kostenstruktur genauestens im Blick zu haben – zumal für sie ein Forderungsmanagement immer wichtiger wird. bi