Kobelco-Bagger
Der scharfe Nachfragerückgang in vielen Schwellenländern hat Spuren hinterlassen in Kobelcos Halbjahresbilanz. Die Verkäufe in Europa entwickeln sich dagegen, wenn auch noch auf niedrigem Niveau, gut. | Foto: Kobelco

Kobelco verkauft weniger

TOKIO, 13.01.2016 – Der japanische Baggerhersteller Kobelco Construction Machinery (KCM) hat in den ersten sechs Monaten des laufenden Fiskaljahres 2015 deutlich weniger umgesetzt. Von April bis September 2015 ging der Umsatz um 13,4 Prozent zurück.

Der Umsatzrückgang war fast vollständig auf den schwachen Export zurückzuführen. Während der Umsatz auf dem Heimatmarkt Japan, getragen von einer weiter steigenden Nachfrage nach Minibaggern, mit 0,5 Prozent nur moderat zurückging, brach er in anderen Regionen regelrecht ein.

Vor allem das 40-Prozent-Minus im weltgrößten Baggermarkt China in der ersten Jahreshälfte schlug dabei zu Buche, ebenso wie ein 15-prozentiger Rückgang im südostasiatischen Raum. Ein Lichtblick: In fast allen Märkten, auch dem japanischen, stand einer schwachen Nachfrage nach schweren Baggern ein deutliches Plus bei Minibaggern gegenüber.

In Europa, wo Kobelco 2013 nach rund zehnjähriger Abstinenz den Wiedereintritt in den Markt vollzogen hat, stiegen die Umsätze, getrieben durch den Ausbau des Händlernetzes, um 30 Prozent im Jahresvergleich. Der Marktanteil der Japaner legte von 3,5 Prozent im Vergleichszeitraum 2014 auf 4,5 Prozent zu.

Für das gesamte Fiskaljahr 2015, das im März dieses Jahres endet, rechnet KCM mit einem Umsatzminus von 9,3 Prozent im Vergleich zu 2014. hst