Weltmeisterliche Oberflächen-Entwässerung für den Fußball

RASTATT, 19.01.2016 - Ein neues Bauwerk bietet seit letztem Jahr dem deutschen Fußball Raum für historische Würdigung. Für die Gestaltung der Freiflächen rund um das Deutsche Fußballmuseum wurden Rinnen von Hauraton eingesetzt. Transparenz und Besucherfreundlichkeit war für die Planer bei der Umsetzung maßgeblich. 
 

Flächenentwässerung am Fußballmuseum
Faserfix Standard 150 mit Schlitzabdeckungen von Hauraton entwässern die Flächen rund um das Dortmunder Fußballmuseum.

Die Idee zum Bau des Museums in Dortmund entstand nach der Fußballweltmeisterschaft 2006 in Deutschland. Das Gebäude in zentraler Lage gegenüber dem Dortmunder Hauptbahnhof fügt sich in die Kunst- und Kulturmeile der Stadt ein. Bei der Konzeption hatte sich der Deutsche Fußball-Bund zum Ziel gesetzt, die Entwicklung des deutschen Fußballs anhand lebendiger Geschichten und Ereignisse zu dokumentieren. Auf drei Ebenen erleben die Besucher beeindruckend inszenierte Fußballgeschichte. Höhepunkte der Ausstellung sind der Originalball vom Finale der Weltmeisterschaft 1954 und der Elf-Meter-Punkt des Endspiels in Rom von 1990.

Die Architektur des Museums schließt auch die umgebenden Freiflächen ein. Lichteffekte ziehen schon von weitem die Aufmerksamkeit auf das Gebäude. Eine 60 Quadratmeter große LED-Wand stimmt Gäste auf den Besuch ein. Zwischen überlebensgroßen Statuen von Fußballspielern und einer Rasenfläche in Spielfeldoptik führt außerdem ein System aus Leuchtstreifen über den Vorplatz in Richtung Eingang.

Das architektonische Gesamtkonzept der Architekten von HPP Hentrich-Petschnigg & Partner stellte schon im Vorfeld hohe Ansprüche an die einzelnen Komponenten, auch an die Entwässerungstechnik. Für diesen Bereich waren von Anfang an Schlitzrinnen vorgesehen, die sich, unterirdisch verlaufend, dem visuellen Gesamteindruck unterordnen. An der Oberfläche sind sie nur als schmale Schlitze sichtbar. Zugleich machte das innerstädtische Einsatzgebiet eine hohe hydraulische Leistung notwendig. Die Planer entschieden sich für Faserfix Standard 150 mit Schlitzabdeckungen von Hauraton. Für die Fassadenentwässerung wurden zusätzlich Faserfix KS Rinnen mit hohen Rinnenausführungen und engmaschigen Gitterrost-Abdeckungen gewählt.

Fußballmuseum in Dortmund
Mit imposanter Architektur und Lichteffekten räumt das Museum dem Thema Fußball einen zentralen Platz in Dortmund ein. | Fotos: Hauraton

Schräge Fassade: Eine Herausforderung?

Die Oberflächenentwässerung wurde vom Bauunternehmen Benning aus Münster eingebaut. Bauliche Voraussetzung für den Verwendung von Schlitzrinnen ist immer eine ausreichende Aufbauhöhe, da durch die Halshöhe des Schlitzrinnenaufsatzes die eigentliche Rinne tiefer unter der Oberfläche liegt als üblich. Wegen der schrägen Fassaden bedurfte es Schlitzrinnen in einer Sonderausfertigung mit abgeknicktem Hals. Dieser besteht aus stückverzinktem Stahl, der eine deutliche größere Zinkdicke aufweist als beim Bandverzinkungsverfahren. Das gewährleistet anhaltend hohen Korrosionsschutz.

Bei der Entwässerung von Fassaden ist ein Aspekt besonders wichtig: Viel Wasser strömt mit relativ hoher Geschwindigkeit auf einmal auf die Rinne zu, umso mehr bei einer großen Fassadenfläche. Die Rinnen beim Fußballmuseum wurden daher mit Gitterrosten mit besonders großem Einlaufquerschnitt ausgestattet. So wird ein Überschießen von Wasser verhindert und Spritzwasser vermieden. Zudem konnte Hauraton hier mit dem patentierten Side-Lock-System überzeugen. Der schraublose Schnellverschluss ist klapperfrei und schützt vor Vandalismus. bi