GaLaBau: Wieder Umsatz-Hoch durch private Nachfrage

BAD HONNEF/KÖLN, 24.02.2015 – Der Umsatz im Garten- und Landschaftsbau stieg laut Meldung des Branchenverbandes in 2014 auf 6,84 Milliarden Euro. Im Vergleich zum Vorjahr ist das ein Wachstumsplus von knapp 8 Prozent. Bei den Warenumsätzen konnte sogar eine Steigerung von 16 Prozent erzielt werden.

GaLaBauer bei der Arbeit mit einem Trennschleifer
Der Branchenumsatz im Garten- und Landschaftsbau stieg im Jahr 2014 zum sechsten Mal in Folge. Im Warenbereich wurden besonders bei Baustoffen Bestmarken erzielt. | Foto: Erwin Bauer

Zurückzuführen sei das Rekordergebnis laut August Forster, dem Präsidenten des Bundesverbandes Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau, auf den verstärkten Wunsch der Menschen nach einem grünen Umfeld in ihrer direkten Umgebung. Die daraus resultierende Nachfrage nach Dienstleistungen rund ums Bauen mit Grün habe der Branche das jetzige Umsatzergebnis beschert. Hinzu komme, dass die nunmehr 16.669 Fachbetriebe mit ihren insgesamt 109.267 Beschäftigten in zwölf Monaten ohne witterungsbedingten Arbeitsausfall arbeiten konnten. Der Umsatztreiber im GaLaBau sei das Privatkundensegment. So stieg der Anteil des Privatgartenbereichs am Gesamtumsatz auf 4,05 Milliarden Euro (knapp 60 Prozent) und übertrifft damit das Vorjahresergebnis beinahe 500 Millionen Euro.

„Die Privatkunden bleiben weiterhin mit Abstand der stärkste Umsatztreiber der Branche. Wir beobachten hier seit einiger Zeit ein erhöhtes Investitionsbewusstsein für hochwertige Materialien bei den Kunden“, erläutert Forster. So bestellten Privatkunden u.a. vermehrt teure Betonwaren oder Natursteine in ausgefallenen, großen Formaten. Aber auch die Technik im Garten gewinne immer mehr an Bedeutung, so dass Installationen für die Beleuchtung, Beregnung, aber auch die Automatisierung der Rasenpflege zunehmend nachgefragt werden.

Im gesamten Gartenmarkt in Deutschland, der bei 18 Milliarden Euro an verkauften Waren (ohne Löhne) liegt, konnte der GaLaBau mit 1,535 Milliarden Euro sogar einen Zuwachs von 16 Prozent gegenüber dem Vorjahr verzeichnen, wie Klaus Peter Teipel auf dem IVG-Medientag in Köln erläuterte. Die Bereiche Holz und Baustoffe legten dabei um mehr als 20 Prozent zu, Pflanzen um 8-9 Prozent. "Sich machen lassen, statt selbst zu tun" laute die Devise bei immer mehr Gartenbesitzern. Für 2015 rechnet der Unternehmensberater mit geringeren Zuwachsraten im GaLaBau, weil die zeitweise angeschlagene Baumarktbranche im Gartensegment wieder aufholen und der Preisdruck durch branchenfremde Anbieter wie Discounter und online-Handel weiter steigen dürfte. eb