Peri erweitert Kapazitäten für Gerüst-Produktion

WEISSENHORN, 10.02.2016 – Der Schalungshersteller Peri hat das 135.000 m² große ehemalige Silvergreen-Gelände in Günzburg gekauft. Der neue Standort ergänzt das Stammwerk in Weißenhorn. In Günzburg soll die Produktion der Gerüstsysteme angesiedelt werden.

Peri-Geschäftsführung
Die Peri-Geschäftsführung freut sich über den neuen Standort in Günzburg (v.l.): Dr. Fabian Kracht, Geschäftsführer Finanzen und Organisation, Alexander Schwörer, Geschäftsführer Marketing und Vertrieb, Leonhard Braig, Geschäftsführer Produkt und Technik. | Fotos: Peri
Wegen der steigenden Absatzzahlen im Gerüst-Segment benötige man weitere Produktionskapazitäten. Das in Günzburg erworbene Gelände, ca. 25 km von Weißenhorn entfernt, sei eine ideale Ergänzung, teilte Peri mit. Das Gelände hatte seit 2014 brach gelegen, nachdem der chinesische Konzern CIMC Silvergreen seine geplante Sattelauflieger-Produktion hier abgeblasen hatte.
Am Stammsitz in Weißenhorn ist Peri mit den Gerüstsystemen mittlerweile an seine Kapazitätsgrenzen gestoßen. Die vorhandenen Erweiterungsflächen seien für den Ausbau der zentralen Verwaltung sowie der deutschen Vertriebstochter reserviert. Auch für das in Weißenhorn ansässige Leitwerk Schalung müssten Reserveflächen für weiteres Wachstum vorgehalten werden.
In Günzburg wird künftig das Leitwerk Gerüst der Peri-Gruppe angesiedelt sein. Die Produktion in Weißenhorn bleibe bestehen, sagte Leonhard Braig, Geschäftsführer Produkt und Technik: „Der Kauf des Silvergreen-Areals ist für uns ein weiterer, bedeutender Schritt im Rahmen unserer Wachstumsstrategie im Gerüstmarkt. Wir denken sehr langfristig und schaffen mit dem Standort in Günzburg die Rahmenbedingungen für das zukünftige Unternehmenswachstum.“ Noch im Jahresverlauf soll die Produktion für Gerüstbauteile aufgenommen werden, der Standort wird neue Arbeitsplätze für etwa 90 Fachkräfte schaffen.
Silvergreen-Areal in Günzburg
Peri hat sich das brachliegende Silvergreen-Areal in Günzburg inklusive der Bürogebäude und Produktionshallen gesichert. Der chinesische Konzern CIMC wollte hier ursprünglich Lkw-Trailer bauen.

Wachstumsstrategie geht auf

Im letzten Jahr steigerte Peri den Umsatz um 13 % und übertraf damit den eigenen Umsatzrekord aus dem Jahr 2008. Für Dr. Fabian Kracht, Geschäftsführer Finanzen und Organisation, ist das kein Zufall. „Durch die frühzeitige und konsequente Internationalisierungsstrategie partizipiert Peri von den Wachstumsmärkten in Asien, Amerika und dem Mittleren Osten. Mittlerweile erzielt Peri fast 90 % der Umsätze im Ausland. Durch diese internationale Aufstellung ist das Unternehmen zudem in der Lage, nationale Wirtschaftskrisen, wie es sie in 2015 beispielsweise in Brasilien oder der Ukraine gab, besser auszugleichen.“ bi