Bauhauptgewerbe: 8,5 % weniger Aufträge im November

BERLIN, 26.01.2015 – Der deutschen Bauwirtschaft fehlte es auch im November 2014 an Schwung: Die Auftragseingänge im Bauhauptgewerbe waren im Vergleich zum November 2013 preisbereinigt um 8,5 % niedriger. Damit ist das ehemals gut gefüllte Auftragspolster komplett abgeschmolzen.

Wie der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie in der neuesten Ausgabe seines Aktuellen Zahlenbildes mitteilt, lag der Auftragseingang der Betriebe mit 20 und mehr Beschäftigten im Bauhauptgewerbe im November um nominal 7,4 % (real: - 8,5 %) unter dem Vorjahresergebnis. Insgesamt lag die Ordertätigkeit in den ersten elf Monaten um nominal 0,2 % unter dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum (real: - 1,6 %). Auch der Umsatz gab im November um nominal 1,3 % nach. Über den gesamten Zeitraum von Januar bis November lag der Umsatz - dank des guten ersten Halbjahres - aber immer noch um 5,0 % über dem vergleichbaren Vorjahreswert.

Nur Wohnungsbau positiv

Die einzigen positiven Signale kamen aus dem Wohnungsbau: Die Nachfrage stieg im November um 5,4 %, und der Umsatz lag um 1,4 % über dem Niveau des Vorjahreswertes (Jan.-Nov.: + 3,4 % bzw. + 8,6 %). Demgegenüber wurden sowohl für den öffentlichen Bau als auch für den Wirtschaftsbau ein Order- und ein Umsatzminus ausgewiesen.
Am stärksten betroffen von der Investitionszurückhaltung war der öffentliche Bau: Die Baubetriebe meldeten einen Einbruch des Auftragseingangs von 7,8 % und einen Umsatzrückgang von 2,6 % (Jan.-Nov.: - 2,6 % bzw. + 3,7 %).

Der Rückgang der Ordertätigkeit fiel im Wirtschaftsbau mit minus 12,1 % zwar deutlich stärker aus (Jan.-Nov.: + 0,1 %), diese Entwicklung ist aber laut Bauindustrieverband ausschließlich auf einen statistischen Basiseffekt zurückzuführen; für den November 2013 wurde ein Plus von 27 % ausgewiesen. Für den Umsatz meldeten die Betriebe im November des vergangenen Jahres einen Rückgang von 1,4 % (Jan.-Nov.: + 4,5 %). bi

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