Großstauden für den GaLaBau

03.03.2016, NEERSTEDT – Großstauden erfreuen sich bei den Kunden von Garten- und Landschaftsbau-Betrieben wachsender Beliebtheit. Nicht ganz zu Unrecht, gibt es doch einige wichtige Argumente, die für deren Verwendung sprechen. Drei norddeutsche Betriebe berichten von ihren Erfahrungen.

Beet mit Großstauden
Üppiges blau-weißes Beet mit Großstauden aus Neerstedt, gestaltet vom Garten- und Landschaftsbauer Wahlers. | Foto: Wahlers
Die Staudengärtnerei Schachtschneider aus dem Oldenburger Land produziert für seine Kunden aus dem Garten- und Landschaftsbau vermehrt Großstauden, denn Stauden im 1- und 3-Liter-Container zu pflanzen liegt im Trend. Gegenüber den kleineren Pflanzen sind Großstauden zum Pflanzzeitpunkt einfach optisch attraktiver. „Im Vergleich zu einer herkömmlichen Pflanzung wirkt die Verwendung von Großstauden auch in den folgenden Monaten hochwertiger. Großstauden sorgen für einen ‘Wow-Effekt’ zur Baustellen-Abnahme, der die Weiterempfehlungsquote erhöht – ein Fakt von dem vor allem Garten- und Landschaftsbauer mit Schwerpunkt im Privatgarten profitieren“, berichtet Jens Schachtschneider. Aufgrund des geringeren Quadratmeterbedarfs ergibt sich ein nur geringfügig höherer Gesamtpreis.

Großstauden an einem Bachlauf
Diese Großstauden am Bachlauf wurden
so ausgewählt, dass vom Frühjahr bis
Herbst immer neue Blüten zu sehen sind.
| Foto: Kreye

Naturnaher Garten

Das Unternehmen Garten- und Landschaftsbau Kreye in Ganderkesee bei Bremen bezieht seit der Gründung 1996 seine Stauden von Schachtschneider. Im Umkreis von 70 km sind die 50 Mitarbeiter von Kreye in Privatgärten unterwegs. „Wir bekommen unsere Stauden von Schachtschneider und beziehen hauptsächlich größere Qualitäten im 1-Liter- sowie im 3-Liter-Container." In einem Privatgarten in Oldenburg führte Kreye eine komplette Garten-Neuanlage aus. „Der Kunde wollte passend zu seinem Bungalow-Neubau einen Garten, der möglichst dem vorherigen gewachsenen Garten sehr nahe kommt. Daher haben wir auf große Gehölze, große Heckenpflanzen und Großstauden gesetzt,“ berichtet Bauleiterin Stefanie Grundmann. Das Projekt beinhaltete die Pflasterung an der Straße, am Hauseingang und der Terrasse, einen kleinen, naturnahen Teich sowie die komplette Bepflanzung des Grundstücks. Im Garten wurde passend zu den großen Gehölzen ein buntes, robustes Staudensortiment mit ganzjähriger Blüte gepflanzt. Im Frühjahr blühen Anemone blanda, Aquilegia, Alchemilla mollis, Paeonia und im Hochsommer die farbenfrohen Gaillardia, Rudbeckia, Echinacea, Nepeta, Lavendula und Phlox in vielen Sorten. Im Herbst ziehen Sedum und Astern die Blicke auf sich. Gräser wie Festuca oder Pennisetum bringen Natürlichkeit und geben eine schöne Gartenstruktur im Herbst und Winter.

Staudenreiche Privatgärten

Garten- und Landschaftsbau Kuenzlen & Samtlebe arbeiten seit Anfang der 90er Jahre mit Schachtschneider zusammen. Der 25 Mitarbeiter starke Betrieb plant hauptsächlich Privatgärten im Raum Hannover. Das GaLaBau-Unternehmen plant sehr individuelle Gärten und benötigt daher ein breites Stauden-Sortiment inklusive Neuheiten.
2014 legte GaLaBau Kuenzlen & Samtlebe einen modernen Staudengarten südlich von Hannover an. Der Charakter entsteht durch einen formalen Teich samt Gabionen, Cortenstahl-Elementen und einer vielfältigen Sumpf- und Wasserpflanzenvegetation aus Caltha, Myosotis und Iris ensata. Im ruhigen Teichrand-Bereich wirken Miscanthus, Alchemilla, Geranium, Hemerocallis und Iris sibirica. Die Gartenbepflanzung aus Stauden und Gräsern sorgt für eine natürliche Gesamtwirkung und unterstützt mit Salvia ‘Caradonna’, Nepeta ‘Walkers Low’, Lavendel, Geranium ‘Rozanne’ und Ceratostigma plumbaginoides ganzjährig die Leitfarbe Blau, die das Wassermotiv reflektiert. Das blühfreudige Sonnenbeet beinhaltet zur Auflockerung des Blautons Stauden wie Gaura, Kalimeris ‘Charlotte’, Phlox ‘Bright Eyes’, Centranthus ruber ‘Coccineus’ und Rudbeckia ‘Goldsturm’. Passend zum Staudenbereich sind die modernen Terrassenplatten mit Pflanzstreifen aus trockenheitsresistenten Thymus serpyllum ‘Albus’ und Thymus praecox ‘Red Carpet’ aufgelockert.

Großstauden in einem Vorgarten
Großstauden im Vorgarten, gestaltet von Garten- und Landschaftsbau Kreye. | Foto: Kreye

Stauden statt Rasen

Der Garten- und Landschaftsbauer Wahlers aus Scheeßel bei Bremen hat in einem großen Privatgarten südlich von Hamburg ein Staudenreich geschaffen. Das Projekt des neugebauten Klinkerhauses reichte von der Planung, den Erdarbeiten, dem Zaunbau, der Be- und Entwässerung über Pflasterung samt den einladenden Sitzplätzen bis zur abschließenden Pflanzung der Hecken, blühende und immergrüne Strukturgehölze, Kletterpflanzen, Gräser und Stauden. Auf kreative Weise hat der Gärtner von Eden den Kundenwunsch, keinen Rasen im Garten zu verwenden, umgesetzt: Großflächige Staudenrabatten aus Geranium, Waldsteinia, Thymus, Hosta und Brunnera unterbrochen von Pennisetum im Seitenbereich, eine große Feuerstelle mit Gehölzen und Stauden an der anderen Seite und zentral ein üppiges blau-weißes Staudenbeet aus ganzjährigen blauen Bändern mit Lavendel, Nepeta, Astern, usw. Dabei setzt Reinhard Wahlers gerne auf Großstauden im 1- oder 3-Liter-Container: „Die strukturbildenden Stauden wie Delphinium oder Polygonum polymorphum ‘Johanniswolke‘, die eine Größe von 1,50 m erreichen, pflanzten wir im 3-Liter-Container, damit die geplante Wirkung auch sofort erkennbar wird. Die Mehrkosten für Großstauden fallen im Gesamtprojekt kaum auf, aber die Kundenzufriedenheit ist wesentlich größer.“ Das Projekt beinhaltete auch diverse Sitzplätze: ein großflächiger Platz am Haus, eine Liegefläche sowie ein Natursteinsitzplatz inklusive einer Mauer aus Natursteinquadern. Ein anregendes Wasserspiel rundete das Projekt ab. bi