Regen bringt Segen im Flachtank

15.03.2016, TENINGEN – In der Regel wird Niederschlagswasser einfach gebührenpflichtig entsorgt. Mit einem Flachtank lässt sich das kostbare Gut auffangen und speichern. Was gibt es bei der Planung und Durchführung zu beachten? Ein Praxisbeispiel der Meding GmbH.

Der Tank kann von zwei Personen bequem transportiert werden
Der Graf Flachtank Platin konnte von zwei Mitarbeitern an den Einbauort getragen werden.

Planung bereits beim Neubau

Vorgaben der Behörden, steigende Wasser- und Abwassergebühren, Niederschlagswassergebühren sowie ein gestiegenes Bewusstsein für das kostbare Nass: Trotz guter Rahmenbedingungen geht der Einbau von Regenwassernutzungsanlagen häufig noch am GaLaBau vorbei. Das muss nicht sein. Dieser Beitrag zeigt auf, wie eine Regenwassernutzungsanlage mit der Auswahl geeigneter Produkte und einem Minibagger für ein Einfamilienhaus erstellt und damit Mehrumsatz erwirtschaftet werden kann.
Beim Neubau empfehlen die Experten von Graf dem GaLaBauer, bereits beim Aushub der Baugrube den Bauleiter oder Bauherren zu kontaktieren und diesen über die Möglichkeiten der Gartengestaltung und einer darin integrierten Regenwassernutzungsanlage zu informieren. Der Garten- und Landschaftsbauer hat nach Erfahrung des europäischen Marktführers für Regenwassernutzng vor allem dann die Chance, Kunden für den Einbau einer Regenwassernutzungsanlage zu gewinnen, wenn der Außenbereich rund um einen Neubau angelegt wird. Geeignete Zeitpunkte sind auch An- und Umbaumaßnahmen sowie die Sanierung eines Bestandsgebäudes.

Einbettung des Flachtanks
Der Tank wurde mit verdichtetem Rundkornkies (Körnung 8/16) bis zum Tankrücken eingebettet.

schonender Einbau

Dies kann auch Michel Kopp, Prokurist bei der Meding GmbH, Garten- und Landschaftsbauer aus Teningen, bestätigen. Der Betrieb mit 32 Mitarbeitern plant und gestaltet Land-, Stadt-, Vorstadt- und Reihenhausgärten. Zu den Auftraggebern zählen die öffentliche Hand, private und gewerbliche Kunden. Viele der potenziellen Kunden zeigten sich gegenüber der Regenwassernutzung durchaus aufgeschlossen. Mitunter bestünden aber auch Befürchtungen, dass durch den Einbau bereits angelegte Garten- und Grünanlagen stark in Mitleidenschaft gezogen werden könnten. "Diese Bedenken können wir schnell zerstreuen, wenn wir erklären, dass wir für die Regenwassernutzungsanlage einen Flachtank einbauen und den wenigen Aushub mit einem Minibagger bewältigen“, erläutert Michel Kopp. Dieses Argument hat auch jüngst einen Kunden überzeugt, der nachträglich einen Graf Flachtank Platin mit 1.500 Liter Fassungsvermögen einbauen ließ. In nur zwei Manntagen wurde der Tank eingebaut.

Geringe Aushubtiefe

„Aufgrund der flachen Bauweise des Kunststofftanks reicht, je nach Tankgröße und Niveau der Anschlussleitungen, zumeist eine Aushubtiefe von 1,20 bis 1,50 m aus. Die für den Flachtank benötigte Grube kann noch mit einem Minibagger ausgehoben werden“, erklärt Kopp. Dadurch kann das GaLaBau-Unternehmen den eigenen Fuhrpark besser auslasten und ist nicht auf größere Baumaschinen angewiesen, die zumeist angemietet werden oder mit einem größeren logistischen Aufwand bereitgestellt werden müssten. Flachtanks aus Kunststoff eignen sich nicht nur wegen des geringen Erdaushubs sondern auch wegen des geringen Gewichts für den nachträglichen Einbau. Der Platin Flachtank (1.500 l Speichervolumen) wiegt nur 80 kg und konnte von zwei Mitarbeitern an den Einbauort getragen werden. Dies reduziert eine unerwünschte Verdichtung des Bodens sowie größere Schäden an Weg- und Grünflächen auf ein Minimum. Der Einbau einer vergleichbaren Betonzinsterne beispielsweise macht den Einsatz deutlich schwererer Baumaschinen notwendig. Der Tank mit den Grundmaßen 210x125x70 cm (ohne Tankdom) wurde ohne großen Kraftaufwand mit zwei Gurten auf das vorbereitete Bett aus Rundkornkies abgelassen.
Graf empfiehlt, den Tank mit Rundkornkies (Körnung 8/16) bis zum Tankrücken einzubetten, die Anschlussrohre im höhenverstellbaren Domschacht in Sand zu verlegen und die Baugrube anschließend mit Erde aufzufüllen.

Anschluss eines Schlauches per Schlauchkupplung
Der Schlauch zur Gartenbewässerung wird mit einer handelsüblichen Schlauchkupplung direkt an eine Wassersteckdose in der begehbaren Tankabdeckung angeschlossen. | Fotos: Graf

höhenverstellbare Tankabdeckung

Die stabile Tankabdeckung kann leicht an die Geländetopographie angepasst werden. Die Graf Teleskop-Domschächte sind hierzu stufenlos höhenverstellbar und um 5 Grad neigbar. In der Farbe „Rasengrün“ und mit dem bündigen Abschluss zur Geländeoberkante fügt sich die begehbare Tankabdeckung harmonisch in den Garten ein und ist damit kein Hindernis beim Rasenmähen. Zudem ist sie kindersicher verschließbar. Alternativ werden eine Pkw-befahrbare schwarze Gussabdeckung oder ein Adapter für handelsübliche Betonringe angeboten. Für den Einbau in der Hofeinfahrt benötigt der Tank dann eine etwas höhere Erdüberdeckung von 70 cm. Der Schlauch zur Gartenbewässerung wird mit einer handelsüblichen Schlauchkupplung direkt an eine Wassersteckdose in der begehbaren Tankabdeckung angeschlossen. Ergänzend oder beim Einsatz einer Gussabdeckung kann eine zweite externe Wassersteckdose mit zwei Anschlüssen frei im Garten positioniert werden. Die Verbindung mit dem Tank erfolgt über ein Leerrohr DN 100. bi