Rück- und Ausblick nach einem Jahr als Präsident des FGL-SH

HAMBURG, 29.03.2016 – Das erste Amtsjahr von Mirko Martensen als Präsident des Fachverbandes Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Schleswig-Holstein (FGL-SH) neigt sich dem Ende entgegen. In dieser Zeit konnte er wichtige Projekte abschließen und auch für die Zukunft gibt es viele Ideen.

Mirko Martensen, Präsident des FGL-SH
Mirko Martensen, Präsident des FGL-SH.

Mirko Martensen hat in seiner kurzen Zeit als Präsident des Fachverbandes Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Schleswig-Holstein (FGL-SH) einiges auf den Weg gebracht.
Nach seinem Amtsantritt ließ er die Tradition der Präsidentengespräche wieder aufleben und machte bisher mehr als 16 Politikern, Verbänden und Institutionen seine persönliche Aufwartung. Das Ziel: Kooperationen auf den Weg zu bringen, Synergien zu nutzen und die Positionen und Anliegen des Verbandes zu kommunizieren. Mirko Martensen weiß um die Vorteile guter Kontakte. Über viele Jahre engagierte er sich aktiv bei den Wirtschaftsjunioren und hat sich in dieser Zeit besonders in der Landeshauptstadt Kiel viele gute Beziehungen aufgebaut. „Es gibt viele Dinge, die betreffen uns alle. Durch einen noch engeren Schulterschluss mit anderen Verbänden, Institutionen und Entscheidern können wir mit einer kräftigeren Stimme sprechen. Gerade in einem kleinen Land wie Schleswig-Holstein ist es förderlich, wenn man sich kennt, sich gegenübergesessen und verständigt hat.“

Kräfte bündeln

In Begleitung von Verbandsgeschäftsführer Achim Meierewert sprach Mirko Martensen seit März unter anderem bei der IHK Flensburg, dem Baugewerbeverband Schleswig-Holstein und den drei größten Kreishandwerkerschaften des Landes vor. Die Reaktionen auf diese Initiative, sagt der Präsident, seien ausnahmslos positiv gewesen: „Das Baugewerbe, das Handwerk und der Garten- und Landschaftsbau sind traditionell eng miteinander verwoben. Es gibt viele Schnittstellen bei der Ausführung der Tätigkeiten, und eine Branche funktioniert nicht ohne die Expertise der anderen. Da ist es umso wichtiger, dass man die gemeinsamen Interessen und Kräfte bündelt und an einem Strang zieht. Darin waren wir uns mit allen unseren Gesprächspartnern einig.“ Einig ist man sich auch darin, dass auf die Worte baldmöglichst Taten folgen sollen. Mit dem Baugewerbeverband zum Beispiel ist für 2017 ein gemeinsamer Auftritt auf Norddeutschlands größter Baumesse angedacht. „Wir überlegen, mit einem Gemeinschaftsstand zum Thema Grüne Stadt zur NordBau zu gehen. Bauen mit Grün – das ist die Zukunft und das muss transportiert werden“, berichtet Achim Meierewert.

Problemfeld Umsatzsteuer

Darüber hinaus sehen die Teilnehmer der Präsidentengespräche gemeinsamen Handlungsbedarf bei verschiedenen politischen Themen. Ein branchenübergreifendes Problem stelle zum Beispiel die Umsatzsteuerprivelegierung der Kommunen dar. Weil Umsatzsteuer befreit, können Kommunen im Rahmen der Daseinsvorsorge ihren Nachbargemeinden Grünpflege und handwerkliche Tätigkeiten 19% günstiger anbieten als Betriebe in der freien Wirtschaft. Das sei ein Wettbewerbsvorteil, der so nicht haltbar sei. Im Rahmen von Gesprächen, die mit politischen Vertretern unterschiedlicher Parteien geführt worden sind, holte Luise Amtsberg als flüchtlingspolitische Sprecherin in der Bundestagsfraktion vom Bündnis 90/Die Grünen den FGL-SH auch gleich für ein Projekt mit an Bord, das Flüchtlingen eine berufliche Perspektive verschaffen soll. „Wir planen einen Aktionstag im Regionalen Bildungszentrum Kiel, an dem Flüchtlinge die sieben gärtnerischen Berufe kennenlernen und die Möglichkeit bekommen sollen, ein Praktikum in einem Ausbildungsbetrieb zu absolvieren,“ berichtet Mirko Martensen.
Summa Summarum fällt das Fazit des Verbandspräsidenten zum Ende seines ersten Amtsjahres positiv aus. Er habe einen für sich sehr wichtigen ersten Schritt getan. Man müsse sich allerdings darüber im Klaren sein, dass ein Netzwerk gepflegt werden wolle und dies mit einem zeitlichen Mehraufwand im Ehrenamt verbunden sei. Bei der Klausurtagung des FGL-SH am 3. und 4. Dezember haben alle Präsidiumsmitglieder ihre Bereitschaft bekundet, die Netzwerkarbeit des Landesverbandes aktiv mittragen zu wollen. bi