2015: Rekordumsatz im GaLaBau

BAD HONNEF, 04.05.2016 – Das Jahr 2015 stellt ein Rekordjahr für den GaLaBau in Deutschland dar: Erstmals wurde ein Jahresumsatz von mehr als 7 Milliarden Euro erwirtschaftet. Was sind die Gründe für dieses Ergebnis und wie sieht die Perspektive für die Zukunft aus?

Umsatzentwicklung in der GaLaBau-Branche
Die Umsatzentwicklung in der GaLaBau-Branche seit 2011. Im Jahr 2015 erzielte die Branche einen Jahresumsatz von 7,14 Mrd. Euro. | Abbildungen: BGL
BGL-Präsident August Forster
„Angesichts der großen Herausforderungen,
denen sich die Städte in der Zukunft
ausgesetzt sehen, wird auch eine nachhaltige
Stadtentwicklung mit lebendiger Vegetation
immer wichtiger. Eine klimawandelgerechte
Stadt braucht städtebauliche Maßnahmen
mit lebendigem Grün“, so BGL-Präsident
August Forster.
Nach der jetzt veröffentlichten Jahresstatistik des Bundesverbandes Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau (BGL) erwirtschafteten die GaLaBau-Betriebe im Jahr 2015 einen Jahresumsatz von rund 7,14 Milliarden Euro (2014: 6,84 Mrd.) und erzielten ein Umsatzplus von 4,48% im Vergleich zum Vorjahr. BGL-Präsident August Forster: „Die GaLaBau-Branche hat bereits zum siebten Mal in Folge einen Umsatzrekord erzielt und jetzt auch die 7-Milliarden-Schallmauer durchbrochen. Die erneute Rekordmarke bestätigt die Entwicklung der letzten Jahre, die einen Anstieg der Nachfrage nach Dienstleistungen rund ums Bauen mit Grün ausweist.“
Das aktuelle Rekordergebnis erzielten die 16.779 Fachbetriebe mit ihren insgesamt 112.267 Beschäftigten. Damit stieg 2015 die Zahl der Fachbetriebe gegenüber dem Vorjahr (16.669 Betriebe) um 0,66%. Auch bei der Beschäftigtenzahl ist ein Anstieg zu verzeichnen, und zwar um drei Prozent auf 112.267. Die Insolvenzquote der gesamten Branche lag bei einem Wert von 0,53 Prozent. Bei den 3.597 Mitgliedsbetrieben des BGL lag die Insolvenzquote im vergangenen Jahr mit 0,50 Prozent leicht über dem Vorjahreswert von 0,37%.
Wie in den vergangenen Jahren ist das Privatkundensegment der Umsatztreiber der GaLaBau-Branche. Die Betriebe konnten 2015 das Wachstum auf 59,28% steigern. Der Anteil des Privatgartenbereichs am Gesamtumsatz beläuft sich somit auf 4,23 Mrd. Euro im Gegensatz zu 4,05 Mrd. Euro aus dem Vorjahr. „Der Privatgartenbereich ist das wirtschaftliche Standbein der Branche und das zeichnet sich auch in Zukunft ab“, so Forster, der dies u.a. auch auf die seit Jahren erfolgreich umgesetzte Image- und PR-Kampagne für den Privatgartenmarkt zurückführt. „In der Gartengestaltung werden vermehrt hochwertige Materialien und Technik im Garten nachgefragt. Aber auch beim Thema Pflanzenvielfalt und Pflanzengestaltung beobachten wir eine Abkehr vom Standartsortiment hin zu mehr Individualität und Qualität“, betont Forster.
Auch wenn über 60% des Umsatzes im Privatgartenbereich erzielt werden, ist das Segment des öffentlichen Grüns für die Branche ein aktueller Zukunftsmarkt. Aus diesem Grund hat der BGL vor zwei Jahren eine Kommunikationskampagne zum städtischen Grün gestartet. Die aktuellen Zahlen zeigen, dass sich hier ein leichter positiver Trend abzeichnet. Lag der Umsatzanteil in 2014 noch bei 17,4%, konnte 2015 ein Anstieg auf 18,09% verzeichnet werden. Damit stieg der Umsatz leicht auf 1,29 Mrd. Euro (2014: 1,19 Mrd.). Die restliche Umsatzverteilung sieht wie folgt aus: Auf den Wohnungsbau fallen 9,22%, der Anteil der Industrie macht 5,67% aus, der der Generalunternehmer liegt bei 4,88%.
Für die Zukunft rechnet Forster in diesem Segment mit einer erhöhten Nachfrage für landschaftsgärtnerisch geprägte Dienstleistungen und Know-how. Das 2015 veröffentlichte Grünbuch Stadtgrün und der aktuelle Weißbuchprozess zu diesem Thema ließen schon jetzt ein Umdenken bei Kommunen und politischen Entscheidern hin zu einer nachhaltig grünen Stadtentwicklung erkennen. bi