Großprojekt in Willich: EWS-Testfeld jetzt am Start

WILLICH, 19.05.2016 – In Nordrhein-Westfalen ist das große Erdwärmesonden-Testfeld und die neue Wärmepumpen-Anlage im Energiezentrum Willich (EZ:W) in Betrieb genommen worden. Damit ist das Forschungsprojekt Erdwärme nun richtig unterwegs.

Gruppe auf dem Parkplatz des Energiezentrums Willich
Das Erdwärmesonden-Testfeld befindet sich unter den Füßen der Gruppe auf dem Parkplatz des Energiezentrums Willich. Vor einem der drei Verteilerschächte stehen (v.l.): Torsten Rogge (Fa. HTI), Bernd-Dieter Röhrscheid (Stadtwerke Willich), Ute Ranft (Geobit Energieprojekte GmbH), Ingo Schäfer (Geologischer Dienst NRW), Martina Stall (techn. Beigeordnete der Stadt Willich), Hubert Graf (Gratec GmbH), Leonhard Thien (Energieagentur NRW), Bernd Bremerich-Ranft (Energiezentrum Willich), Margarete Otrzonsek (Kreis Viersen), Andreas Sundermeier (Fa. StüWa), Thomas Luckau (WIR Magazin)
Das Testfeld liegt auf oder besser 30 Meter unter dem Parkplatz des Gründerzentrums im Stahlwerk Becker und soll mittels Sensoren an 36 Messpunkten belastbare Daten zu Effizienz und Wirtschaftlichkeit verschiedener Erdwärmesonden, Verpressmitteln und Wärmepumpen unterschiedlicher Hersteller liefern. An jeder Erdwärmesonde und an den Heizkreisen der Fußbodenheizung werden die Temperaturen im Vor- und Rücklauf sowie die Durchflussmengen der Wärmeträgerflüssigkeiten gemessen, außerdem an jeder Wärmepumpe Stromverbrauch und die von der Wärmepumpe erzeugte Wärme (jeweils in kWh).
Wärmepumpenanlage
Die neue Wärmepumpen-Anlage im Energiezentrum Willich | Fotos: Geobit Energieprojekte GmbH

Alles online verfolgbar

Ausgelesen und ausgewertet werden die Daten im EZ:W, die Daten können auch über die Internet-Seite des Energiezentrums verfolgt werden – jeder Bürger kann sich ein Bild machen. Dipl.-Geol. Bernd Bremerich (Ingenieurgesellschaft Geobit Aachen), spiritus rector hinter der ganzen Aktion, rechnet mit ersten belastabaren Daten gegen Ende der nächsten Heizperiode im März 2017.
Auf den „1. Willicher Praxistagen Geothermie“ 2015 wurde das Projekt bereits vorgestellt. Als Fortsetzung gibt es am 29. und 30. September die zweite Veranstaltung. Hier stehen dann unter anderem die Qualitätssicherung auf Bohrplätzen, von Schweißverbindungen und ein Verfahren namens „Sonic Drilling“ (hier wird mittels hochfrequenter Vibrationen gebohrt) im Fokus. bi