Hartl Performance Skid (links) für den Brecherlöffel
Der „Performance Skid“ lässt sich als semi-mobiler Brecher verwenden, kann aber auch durch Hinzufügen weiterer Module zur kompletten Aufbereitungsanlage aufgerüstet werden. | Foto: Hartl Crusher

Performance-Schub für den Brecherlöffel

MAUTHAUSEN (Österreich), 02.06.2016 – Hartl Crusher hat mit einer Antriebseinheit und Docking-Station für seinen Brecherlöffel eine ganz neue Lösung für das mobile Brechen geschaffen. Sie soll produktiver und kostengünstiger arbeiten als mit einem Bagger als Trägergerät.

Die patentierte Entwicklung der Hartl-Brüder setzt an drei „Problemzonen“ der herkömmlichen mobilen Aufbereitung an: 1. dem geringeren Durchsatz von Brecherlöffeln durch die unproduktive Schwenkzeit. 2. der geringen Auslaufhöhe mobiler Brechanlagen, die das Brechen von zum Beispiel armiertem Stahlbeton, Betonschwellen oder Eisenbahnschwellen erschwert und 3. der Gefahr von „Stopfern“ in mobilen Brechanlagen, die die Produktion vorübergehend stilllegen.

Der Performance Skid TM von Hartl (engl. skid = Kufe) soll alle diese Probleme lösen: Durch die Kombination des Hartl-Brecherlöffels mit einer containermobilen Antriebseinheit entsteht eine hoch mobile Brechanlage mit ungleich höherer Leistung. Der Brecherlöffel ist nun quasi-stationär und kann ohne Unterbrechung beschickt werden. Durch die stufenlose Höhenverstellbarkeit der Anlage können auch armierter Stahlbeton, Betonschwellen oder Eisenbahnschwellen gebrochen werden. Und bei Stopfern kann der Brecherlöffel einfach per Fernbedienung nach vorn ausgeleert werden. Neben dem Brecherlöffel können noch weitere Anbaugeräte wie Separatoren oder Schredder am Performance Skid betrieben werden.

Sparsamer Antrieb

Zwei Elektromotoren betreiben zwei voneinander unabhängige Hydraulikkreise, die Anbauwerkzeug und Ausleger steuern. Der Hydraulikkreislauf für das Anbauwerkzeug lässt sich per Knopfdruck im Vor- und Rücklauf betreiben. Die serienmäßige Zentralschmierung und leckfreie SAE-Hydraulikanschlüsse verringern aber den Wartungsaufwand.

Der Performance Skid kann für den rein elektrischen Betrieb einfach an eine entsprechende Netzversorgung angeschlossen oder bei fehlendem Netzzugang mit einem Dieselgenerator betrieben werden. Im letzteren Fall ergibt sich durch die konstante Leistungsabnahme der hocheffizienten Elektromotoren laut Hartl Crusher eine deutliche Kraftstoffersparnis im Vergleich zu dieselhydraulischen Antrieben. Eine mit dem Performance Skid angetriebene Anlage arbeitet dadurch kosteneffizienter und umweltfreundlicher als herkömmliche Lösungen.

Der Transport der mit einem HBC 950 Brecher (Einlauföffnung 950 x 525 mm) ausgestatteten Einheit ist dank geringem Gesamtgewicht, containergerechten Abmessungen und dem Aufbau auf einem standardisierten Abrollrahmen für Hakenliftanhänger einfach und kostengünstig.

Modulare Lösung

Hartl bietet den Performance Skid auch als Teil eines Baukastensystems an, mit dem sich Unternehmen in der Aufbereitung ihre passgenaue, modulare Lösung zusammenstellen können – bis hin zur kompletten Aufbereitungsanlage. Eine standardisierte Komplettlösung besteht beispielsweise aus Performance Skid inklusive Brecheinheit, einer Vorabsiebung, einem Bananenband mit optionalem Permanentmagnetabscheider und einer Zweidecksiebanlage mit drei Austragebändern.

So entsteht für jeden Bedarf die passende Lösung mit entsprechenden Modulen, die kompakt konstruiert und rasch aufstellbar bzw. versetzbar sind. Jedes Modul kann in Kombination, aber auch allein genutzt werden. Teure Transporte mit Tieflader und Spezialgenehmigungen entfallen dadurch. „Meine Söhne Alexander und Dominik werden mit dieser Lösung wohl eine neue Ära einleiten“, schwärmt Firmengründer Adolf Hartl. „Wenn wir diese Idee schon in den 1980iger Jahren gehabt hätten, würde die Welt der mobilen Aufbereitungstechnik heute wohl ganz anders aussehen. Kunden, die ich teils schon seit Jahrzehnten kenne, haben das Konzept sofort verstanden und wollen den Performance Skid auch gleich im Einsatz haben.“