Roadshow bringt Grün in die Städte

BERLIN, 27.05.2016 – Stadt und Natur, das soll sich in Zukunft nicht mehr ausschließen. Die Roadshow „Grün in die Stadt“ soll ein Zeichen setzen und die Vorteile von innerstädtischem Grün hervorheben. Zentrales Element sind die sogenannten Pop-up-Parks.

Der Startschuss der bundesweiten Roadshow
(v.l.n.r) Bundesumweltministerin Dr. Barbara Hendricks, Umweltsenator Andreas Geisel und BGL-Präsident August Forster beim Startschuss der bundesweiten Roadshow auf dem Potsdamer Platz in Berlin.

Am 3. Mai fiel auf dem Potsdamer Platz in Berlin der Startschuss für die bundesweite Informationstour des Bundesverbandes Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau (BGL).
Die Bundesministerin für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit, Dr. Barbara Hendricks, und der Senator für Stadtentwicklung und Umwelt des Landes Berlin, Andreas Geisel, haben die Roadshow gemeinsam mit dem BGL-Präsidenten August Forster eröffnet. Die Bundesumweltministerin wies darauf hin, dass immer mehr Menschen in die Städte zögen, aber die Natur nicht missen wollten. Allerdings würden Grünflächen von städtischen Kämmerern oft nur als Kostenfaktor wahrgenommen. Darum sei es wichtig, den großen gesellschaftlichen und ökonomischen Wert von urbaner grüner Infrastruktur aufzuzeigen: Natur in der Stadt verbessere die Luftqualität und das Stadtklima, mildere Hitzewellen und mindere den Lärm. Zudem förderten Grünflächen die Begegnung und dienten der Erholung. Grün in der Stadt sorge insgesamt für eine höhere Lebensqualität. Deshalb sei dies auch ein neuer Schwerpunkt der Stadtentwicklungspolitik des Bundesumweltministeriums. Der Berliner Stadtentwicklungs- und Umweltsenator Andreas Geisel hob die Bedeutung des städtischen Grüns in einer wachsenden Stadt hervor: „In Berlin stehen wir vor der Herausforderung, das rasante Bevölkerungswachstum sozial zu gestalten. Wir brauchen neue Wohnungen, die natürlich Flächen verbrauchen. Wir tun dies aber sehr behutsam, um den großen Schatz, den Berlin hat, zu schützen: Grünflächen, Freiflächen, Parks. All das ist wichtig für die Menschen und ihr Lebensgefühl in einer Metropole.“

Vielfältige Wirkung von Stadtgrün

Zuvor betonte BGL-Präsident August Forster zum Auftakt der Tour, dass städtisches Grün kein Nischenthema ist: „Grün in der Stadt ist mehr als nur schön anzusehen. Wir wollen ein Zeichen setzen. Grünflächen sorgen für ein besseres Klima in der Stadt und wirken sich positiv auf die Gesundheit der Bewohner aus. Gleichzeitig reduzieren sie die Auswirkungen der Belastung durch Feinstaub und beugen der Bildung von Hitzeinseln vor. Mit unserer Roadshow möchten wir das Bewusstsein für die vielfältigen Wirkungen von Stadtgrün bei den Menschen schärfen und einen Dialog über die Notwendigkeit von mehr Grün in der Stadt anstoßen.“ Die Veranstaltungsreihe ist Teil der bundesweiten Initiative „Grün in die Stadt“, die der BGL ins Leben gerufen hat. Im Zentrum steht ein temporärer „Pop-up-Park“, der bis zum 21. Juni 2016 zwölf zentrale Plätze in deutschen Städten in grüne Stadtoasen verwandelt. So soll ein direkter Eindruck von der Attraktivität und den positiven Effekten gestalteten Grüns im städtischen Raum vermittelt werden. Vor Ort gibt es jeweils ein regionales Begleitprogramm mit einem „Grünen Sofa“ und Informationsmöglichkeiten.

Einer der zwölf Pop-up-Parks
Im Zentrum der Roadshow auf zwölf zentralen Plätzen steht ein temporärer Pop-up-Park. | Fotos: BGL

Aktiv in den sozialen Netzwerken

Gäste der Tour sind aufgerufen, unter dem Hashtag #meinestadtoase Fotos in den sozialen Netzwerken zu posten, die auf der Homepage der Initiative zu sehen sein werden. Städtische Grünanlagen sind wichtig, um die Folgen des Klimawandels abzumildern, aber auch für die Gesundheit, die Lebensqualität und das soziale Miteinander der Bürgerinnen und Bürger. Die Initiative schafft hierfür Bewusstsein und macht Dialogangebote – sowohl im Netz als auch vor Ort. Die weiteren Tourdaten sind: 10. Mai Dresden, 17. Mai Kiel, 19. Mai Rostock, 23. Mai Dessau, 26. Mai Hamburg, 31. Mai Bremen, 3. Juni Frankfurt am Main, 7. Juni Essen, 9. Juni Saarbrücken, 13. Juni Heilbronn und 21. Juni München. Änderungen vorbehalte, aktuelle Tourdaten auf www.gruen-in-die-stadt.de/erleben.
Die Roadshow „Grün in die Stadt“ des BGL darf seit dem 3. Mai den Titel „Ausgezeichneter Beitrag der UN-Dekade Biologische Vielfalt“ tragen. Die Auszeichnung überreichte BMUB Staatssekretär Gunther Adler an BGL-Präsident August Forster und BGL-Hauptgeschäftsführerin Ursula Heinen-Esser anlässlich der Eröffnung der Roadshow auf dem Potsdamer Platz in Berlin. Mit der Auszeichnung wird das Engagement des Bundesverbandes für mehr Grün in die Stadt und damit auch für mehr Artenvielfalt im städtischen Raum gewürdigt. biologische Vielfalt nimmt weltweit stark ab. Um diesen ̈berwiegend durch menschliches Handeln bedingten Rückgang aufzuhalten, haben die Nationen das Jahrzehnt von 2011 bis 2020 zur UN-Dekade Biologische Vielfalt. Ende des Jahrzehnts sollen mehr Menschen wissen, biologische Vielfalt ist, warum wir sie brauchen und wie jeder etwas dazu beitragen kann, sie zu erhalten. bi