Städtebau: Vertikale Begrünung von Fassaden

RODGAU, 30.03.2015 - Schluss mit grauen Fassaden and Wandflächen in unseren Städten. Urbane Grünanlagen sind im Trend - jetzt auch vertikal. Die Kalksandsteinmarke Unika entwickelt zusammen mit dem Fraunhofer-Institut ein mineralisches Bauelement für die Vertikalbegrünung.

Mehr Grün für urbane Zentren durch vertikale Begrünung mit Kalksandstein lautet das Motto der neuen Prodktlösung. | Foto: Unika

Urbanität ist der Trend der Zukunft. Seit 2005 gibt es weltweit bereits 20 Megastädte, seit 2007 leben genauso viele Menschen in Städten wie auf dem Land. Und der Trend ist ungebrochen. So progostiziert die UNO einen Anstieg der städtischen Bevölkerung bis 2030 auf über 60 Prozent. Keine 20 Jahre später sollen es laut UNO dann schon rund 70 Prozent sein. Mit dem heutigen Wissen um die Möglichkeiten, Grenzen und Notwendigkeiten urbanen Lebens und Wohnens muss und wird sich auch das Bauen in den Städten der Zukunft verändern. Insbesondere das Begrünen von Bauteilen wie Dächern und Fassaden erlebt derzeit weltweit einen Aufschwung. Neben dem Nutzwert werden grüne Flächen von vielen Architekten, Planern und Bauherrn als Gestaltungselement eingesetzt. Gleichzeitig weiß man um die positiven Auswirkungen von begrünten Dachflächen auf die zusätzliche Schutzwirkung, Regenwasserspeicherfähigkeit, Artenvielfalt und Flächenentsiegelung. Ähnliches erhofft man sich auch für die Begrünung vertikaler Flächen im urbanen Raum. Hier stehen Sauerstoffproduktion, CO2-Bindung, Feinstaubfilterung, Verbesserung des Mikroklimas sowie des Schallschutzes im Fokus.

Gemeinsam mit dem Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik, Oberhausen, und der Firma biolit entwickelt Unika technische Möglichkeiten und Konzepte zur vertikalen Begrünung auf Basis von mineralischen Baulementen aus Kalksandstein. Über die Realisierung von prototypischen Pilotprojekten soll untersucht werden, welche Auswirkungen vertikale Begrünungen auf den Schallschutz, die Feinstaubbindung und die Verbesserung des Mikroklimas hat. Hierzu wurden Bauelemente entwickelt, die entsprechende Pflanzarten wie Moose, Gräser, Sedum etc. aufnehmen können und als Vegetationsbasis dienen. Gleichzeitig lassen sich die Elemente zu Modulen zusammenfassen und ermöglichen so standsichere vertikale Begrünungsebenen. Unika ist die Kalksandsteinmarke von neun eigenständigen, mittelständischen Unternehmen in den Wirtschaftsräumen Rhein-Ruhr, Rhein-Main, Berlin-Brandenburg, Süd- und Nordbayern, die ihre Produkte im gesamten Bundesgebiet vertreiben. www.unika-kalksandstein.de

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> Dieser Artikel wurde in der bi-GaLaBau 3/2015 veröffentlicht.