Grafik Erdwärme
Im Jahr 2016 vervierfachte sich die Anzahl der geförderten Erdwärmeheizungen bis 100 Kilowatt Leistung. | Grafik: Bundesverband Geothermie e.V. / Daten: BAFA

Gute Förderung: Geothermiemarkt erlebt Aufschwung

BERLIN, 06.02.2017 – Mit der Geothermie geht es aufwärts. Für die nutzbare Erdwärme ebenso wie in Bezug auf die Marktzahlen. Das zeigen die Förderzahlen des Marktanreizprogramms ebenso wie die Wärmepumpen-Absatzzahlen. Besonders im Bereich der Oberflächennahen Geothermie haben laut Bundesverband Geothermie die Anpassungen bei der Förderung Wirkung gezeigt.

Die Nutzung der Erdwärme wird beliebter. Dies zeigen die aktuellen Förderzahlen des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA). Zuständig für die Förderung von Erdwärmeheizungen bis 100 Kilowatt, förderte das BAFA im vergangenen Jahr rund 8.500 Anlagen. Im Jahr 2015 waren es noch rund 1.900 Anlagen. Das entspricht mehr als einer Vervierfachung. Die Gründe hierfür sieht der Bundesverband Geothermie bei der Neuausrichtung der Förderung des Marktanreizprogramms und der Anpassung der Energieeinsparverordnung. Im April 2015 wurden die Mindestförderbeträge erhöht und die Förderung von Erdwärmeheizungen für neu errichtete Gebäude wieder eingeführt.

Höhere Förderzahl gibt Richtung vor


„Die Antragszahlen hatten es im vergangenen Jahr schon vermuten lassen. Nun haben wir Klarheit. Die Erhöhung der Förderbeträge des Marktanreizprogramms hat den Markt belebt“, sagt Leonhard Thien, Vizepräsident und Sprecher für Oberflächennahe Geothermie beim Bundesverband Geothermie. „Besonders vor dem Hintergrund, dass in 2016 die Heizölpreise auf einem sehr niedrigen Niveau waren, gibt uns diese deutliche Steigerung die richtige Richtung vor. Die Erdwärme spielt eine zentrale Rolle bei der Umsetzung der Wärmewende“, erläutert Thien weiter.
Der Anstieg bei der Förderzahl von Erdwärmeheizungen hat auch Auswirkungen auf den Einbau von Wärmepumpen, die in oberflächennahen Geothermieanlagen eingesetzt werden. Ihr Verkauf zog um 21,8 % gegenüber dem Vorjahr auf 20.700 Wärmepumpen an. Dies zeigen die Wärmepumpen-Absatzzahlen, die vom Bundesverband der Deutschen Heizungsindustrie und dem Bundesverband Wärmepumpe erhoben werden.