Praxisleitfaden zum nachhaltigen Lieferkettenmanagement

BERLIN, 31.07.2017 - Bundesumweltministerium und Umweltbundesamt haben einen Praxisleitfaden zum nachhaltigen Lieferkettenmanagment herausgegeben. Der Leitfaden will insbesondere kleineren und mittelständischen Unternehmen helfen, ihre Lieferketten nachhaltiger zu gestalten.

Ein neuer Leitfaden des Bundesumweltministeriums und des Umweltbundesamtes bietet Unternehmen Hilfestellungen zur nachhaltigen Gestaltung ihrer Lieferketten. Er erläutert Schritt für Schritt und anhand vieler Praxisbeispiele, wie Unternehmen Transparenz entlang der Lieferkette herstellen, ihre Risiken und Chancen identifizieren, bewerten und priorisieren, Geschäftsbeziehungen mit Lieferanten gestalten und über ihr Engagement berichten können. Erfahrene Unternehmensvertreter haben im Rahmen von Workshops, Interviews und Fallstudien ihren Sachverstand zur Verfügung gestellt und wertvolle Tipps für ein nachhaltiges Lieferkettenmanagement gegeben. Dabei konnten sie teilweise auf einem seit Jahren in ihren Unternehmen etabliertes Umweltmanagementsystem aufbauen.

Der "Praxisleitfaden zum nachhaltigen Lieferkettenmanagement" richtet sich besonders an mittelständische Unternehmen, die bereits ein solides Fundament an Umwelt- und/oder Nachhaltigkeitspraktiken in den eigenen Werkshallen und Büros gelegt haben und die nun beim nachhaltigen Lieferkettenmanagement erste Schritte gehen möchten. Sie soll ihnen helfen, konkret herauszuarbeiten, wie sie ihre Lieferketten nachhaltiger gestalten können.

Viele kleinere und mittelständische Betriebe nehmen wie Großunternehmen bereits gesellschaftliche Verantwortung im Rahmen ihrer Unternehmensprozesse wahr. Zugleich sind sie heute mehr denn je gefordert und motiviert, ihrer gesellschaftlichen Verantwortung auch in der Lieferkette nachzukommen. Denn ein Großteil der Umweltbelastungen entsteht in der Lieferkette.

Daraus ergeben sich hier große Reduktionspotenziale sowie die Chance, wesentliche Risiken für Umwelt, Betroffene und das eigene Unternehmen zu vermeiden oder zumindest zu mindern. Katastrophale Folgen unzureichender Sicherheitsstandards und Arbeitsschutzmaßnahmen bei Lieferanten – wie sie besonders der Einsturz des Rana-Plaza-Gebäudes in Bangladesch offenbarte – zeigen, wie wichtig und dringlich es für Unternehmen ist, sich auch mit den sozialen Folgen ihrer Geschäftstätigkeiten in der Lieferkette zu befassen.

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(Quelle: UBA) |B_I MEDIEN