Balkonsanierung: Flüssigkunststoff funktioniert auch auf Isokorb

MINDEN, 10.03.2017 – Bei der Abdichtung im Anschlussbereich von Balkonen, Terrassen und Laubengängen gibt es jetzt eine Schnittstellenlösung für den Wärme- und Feuchteschutz. Das Spezialharz des Flüssigkunststoffherstellers Triflex ist von Schöck für die Applikation auf dem Untergrund des Isokorb freigegeben.

Balkonabdichtung mit Triflex und Isokorb
Mit einer gemeinsamen Schnittstellenlösung bieten Triflex und Schöck Verarbeitern und Bauherren Sicherheit beim Gebäudeschutz.
Marcel Weiss
„Als starke Marken haben wir gemeinsam
eine maßgeschneiderte Lösung für den
Erhalt von Bauwerken gefunden, die ab-
dichtet, vor Feuchteeintrag und Wärme-
verlust schützt und zudem regelkonform
ist.“ Marcel Weiß

Die Achillesferse sowohl bei Bestands- als auch bei Neubauten ist der Übergang von Balkonen, Terrassen und Laubengängen ins Innere. Über die durchgehende Platte des Außenraums, die ohne thermische Trennung in die beheizten Wohnräume führt, kann Wärme entweichen. Sogenannte Wärmebrücken sind oftmals der Auslöser für Feuchtigkeitsschäden und Schimmelbildung im Innern des Gebäudes. An dieser Stelle haben Triflex und Schöck ein gemeinsames Arbeitsfeld: Die Triflex-Abdichtungssysteme auf Basis von Spezialharzen wie Polymethylmethacrylatharz (PMMA) bieten einen langlebigen Schutz der Bausubstanz vor eindringender Feuchtigkeit. Witterungs- und temperaturbedingte Bewegungen bei Materialübergängen nehmen sie sicher auf.
Zur Vermeidung von Wärmebrücken setzt Schöck den Isokorb® ein, ein tragendes Wärmedämmelement, das an auskragenden Bauteilen wie Balkonen und Laubengängen verbaut wird. „Bislang haben wir unser Material für die Abdichtung auf Estrich oder Beton genutzt“, sagt Marcel Weiß, Teamleiter Produktmanagement bei Triflex. „Zahlreiche Praxistests und Referenzen haben gezeigt, dass es auch wunderbar mit dem Isokorb funktioniert.“ Damit war die Kooperation beider Unternehmen besiegelt.

Gemeinsame Lösung

Triflex Abdichtungssysteme und der Schöck-Isokorb ergänzen sich bei der Herstellung eines dauerhaften Gebäudeschutzes. Liegt der Dämmstoff frei, z.B. bei der Balkonsanierung von Bestandsbauten, ist eine zuverlässige Fugenlösung gefragt. Diese schaffen Verarbeiter mit dem Triflex Spezialvlies SK, das optimal auf den Isokorb abgestimmt ist. Bei Neubauten wird das vliesarmierte Abdichtungssystem Triflex ProDetail direkt auf dem PVC-Grundprofil des Wärmedämmelements appliziert. Darauf folgt Schritt für Schritt die Abdichtung bzw. Beschichtung. „Wir lösen mit der thermischen Entkopplung des Balkons ein wesentliches Problem der Wärmebrücke“, so Seref Diler, Leiter Spezialanwendungen. „Mit der Firma Triflex hat der Kunde die Möglichkeit einer dazu angepassten Abdichtung. Somit schaffen wir gemeinsam ein Bauteildenken, von dem Planer und Verarbeiter profitieren können.“

Schöck Isokorb
Der Schöck Isokorb kommt als tragendes Wärmedämmelement an auskragenden Bauteilen zum Einsatz. Auf seinem PVC-Korpus haftet das Triflex-Material problemlos.

Zeit- und Kostenvorteile

Spezialharze wie PMMA haben eine sehr geringe Aufbauhöhe von nur wenigen Millimetern. Weil sie flüssig sind, schmiegen sie sich wie eine zweite Haut an alle Gegebenheiten an. Dank des geringen Flächengewichts kann der Flüssigkunststoff aufgebracht werden, ohne die Statik negativ zu beeinflussen. Damit lässt sich ein Komplettabriss des Bestandes in aller Regel vermeiden, und Zeit- und Kostenfaktoren reduzieren sich deutlich. Geringe Sperrzeiten ergeben sich durch die schnelle Aushärtung der Harze – so ist beispielsweise eine Balkonsanierung an nur einem Tag möglich.