Samoter 2017: Italiens Industrie sendet Lebenszeichen

VERONA, 27.02.2017 – 84.000 Besucher, zufriedene Aussteller und erfolgreiche Geschäfte an den Ständen: Die 30. Samoter in Verona, erstmals gemeinsam mit der Mailänder Transport- und Logistikmesse Transpotec-Logitec und der Straßenbauausstellung Asphaltica ausgerichtet, hat die Erwartungen der Veranstalter und der Aussteller erfüllt.

Samoter 2017 - Außengelände
Italiens Baumaschinenindustrie glaubt fest daran, dass der italienische Markt irgendwann zu alter Stärke zurückfinden wird. Bis es soweit ist, setzen die italienischen Hersteller auf die Wachstumsmärkte in Asien, Afrika und dem Mittleren Osten.
Mit 84.000 Besuchern aus 86 Ländern an vier Messetagen ist Verona seinem Ruf als Zentrum des Transports, der Logistik und der Bau- und Straßenbaumaschinen wieder gerecht geworden. Zum ersten Mal fanden dabei die Veroneser Messe Samoter und die von der Messe Mailand organisierte Messe Transpotec-Logitec gemeinsam in Verona statt. „Die Entscheidung zusammenzuarbeiten und Synergien mit Veronafiere zu nutzen, hat sicherlich Früchte getragen, wenn man sich die Zahlen der drei Veranstaltungen anschaut“, sagte Roberto Rettani, Präsident der Messe Mailand. „Die Zahlen und Fakten, der Optimismus und die spürbare Zufriedenheit belegen unbestreitbar die Bedeutung der Transpotec als wichtige und gut besuchte Geschäftsmöglichkeit für Unternehmen dieser Branche in Italien.“
Samoter 2017 - Hallen
Die hohe Besucherfrequenz in den Hallen und die Gespräche an den Ständen zeigten die Bereitschaft der Branche, in die Modernisierung ihrer Flotten zu investieren. | Fotos: Veronafiere
„Die Baumaschinenindustrie hat in den vergangenen Jahren eine der schärfsten Rezessionen aller Zeiten erlebt, so dass die Samoter 2017, zusammen mit der Asphaltica, eine große Herausforderung war, verbunden mit der großen Verantwortung für die 450 Unternehmen, die gemeinsam mit uns an die Wiederauflage der Veranstaltung von 2014 geglaubt haben“, sagte Maurizio Danese, Präsident von Veronafiere. „Die Rückkehr diverser großer Marken, der Betrieb an den Ständen, immer mehr qualifizierte Anwender und der gestiegene Anteil internationaler Käufer bestätigen den Erfolg der 30. Samoter, und wir schauen schon zuversichtlich auf die nächste Ausgabe.“

Die drei Messen bildeten Schlüsselbereiche für die wirtschaftliche Entwicklung Italiens ab, das durch öffentliche Bauvorhaben auf den Wachstumspfad zurückkehren könne, hatte der Staatssekretär im Ministerium für Infrastruktur und Transport, Umberto Del Basso De Caro, bei der Eröffnung der 30. Samoter gesagt. „Öffentliche Bauvorhaben sind essentiell für den Bausektor, der, was die Erholung der Wirtschaft von der Rezession angeht, sicherlich drei Prozentpunkte, rund 25 Milliarden Euro, zum italienischen Bruttoinlandsprodukt beiträgt“, so De Caro.
Samoter 2017-Eröffnung: Mantovani, De Caro, Danese
Eröffneten gemeinsam die 30. Samoter: (von links) Giovanni Mantovani, Geschäftsführer von Veronafiere, Umberto Del Basso De Caro, Unterstaatssekretär im Ministerium für Infrastruktur und Transport, und Maurizio Danese, Präsident von Veronafiere.
Die Baumaschinenindustrie in Italien erholt sich von einer tiefgreifenden Krise: Trotz eines Anstiegs um 80 Prozent in den vergangenen drei Jahren betragen die Maschinenverkäufe noch immer nur knapp ein Drittel der Zahlen des Vorkrisenjahres 2007. „Wir sind davon überzeugt“, so Danese, „dass der italienische Markt den Aufschwung schaffen kann und wird, weil dieser Sektor die Nagelprobe für die strukturelle Modernisierung des Landes ist. Aktuell jedoch meldet Italien Zahlen, die dreimal niedriger sind als die Deutschlands und Großbritanniens. Deshalb wird es wichtiger, die Exportmärkte im Auge zu haben.“ Unter den Besuchern der drei Messen seien Käufer aus den wichtigsten afrikanischen Staaten, dem Iran, Saudi-Arabien, Israel, Osteuropa und Indien gewesen. Der weltweite Markt für Erdbewegungsmaschinen wuchs 2016 um 6,9 Prozent, mit Zuwächsen von 14,9 Prozent in Nordamerika, das der weltweit führende Markt bleibt, 34,2 Prozent in Indien, 22 Prozent in China und 12,2 Prozent in Westeuropa.