Steinexpo 2017: Case stellt neuen 70-Tonnen-Bagger vor

KIEL, 17.07.2017 – Case zeigt auf der steinexpo 2017 nicht nur seine neuen Radlader der Baureihe G zum ersten Mal auf deutschem Boden, sondern auch eine Neuheit bei den Baggern: Mit dem CX750D tritt der Hersteller im Umfeld von schwerem Erdbau, Massenumschlag und Rohstoff-Gewinnung standesgemäß auf.

Case CX750D
71,4 Tonnen bringt der CX750D mit 7,70-Meter-Standardausleger und 3,55-Meter-Löffelstiel auf die Waage. | Fotos: Case CE

Das neue Baggermodell knüpft dabei an die Tradition der CX700-Serie im 75 bis 80-Tonnen-Segment an. Bereits vor der offiziellen Markteinführung des CX750D kann sich Case eigenen Angaben zufolge auf eine rege Nachfrage nach dem neuen Top-Modell stützen: Die beiden ersten Modelle mit den Seriennummern 001 und 002 sind bereits in Deutschland in den Gewinnungseinsatz gegangen. Die auf der Steinexpo ausgestellte Maschine verfügt über die Standardausrüstung mit 7,70-Meter-Mono-Ausleger und 3.550 mm Löffelstiel. Wie beim Vorgänger ist speziell für den schweren Gewinnungseinsatz auch wieder eine ME-Version (Massenaushub) mit etwas kürzerem 6.580 mm Ausleger und 3.020 mm Löffelstiel und noch größerer Reißkraft erhältlich. Mit Powerboost liegen die Grabkräfte am Löffel bei der Standardversion bei 344 kN und bei der ME-Version bei 366 kN.

Der wassergekühlte Isuzu-Reihensechszylinder mit 15,7 Litern Hubraum liefert 512 PS (382 kW) und erreicht bereits bei niedrigen Drehzahlen von 1.450 U/min sein maximales Drehmoment von 2.200 Nm. Eine optimierte Hydraulik mit elektronisch gesteuerten Pumpen sorgt für extrem schnelle Arbeitsspiele, bei den Hubleistungen soll der CX750D neue Bestwerte für die Geräteklasse erzielen. Für die Einhaltung der Grenzwerte der Emissionsstufe Euro IV (Tier 4 final) sorgt eine SCR-Abgasrückführung mit Dieseloxydationskatalysator. Auf einen Dieselpartikelfilter verzichtet das System, was sich in geringeren Wartungskosten und niedrigem Verbrauch niederschlägt. Ein großzügig dimensionierter Adblue-Tank und ein geringer Additivbedarf garantieren eine lange Einsatzdauer ohne lästige Nachfüll-Stopps.

Case 1021G
Der zweitgrößte Case-Radlader 1021G hat 18 Tonnen Einsatzgewicht und soll Anwender unter anderem mit seiner komplett überarbeiteten Kabine überzeugen.

Der neue CX750D hat neben einem überarbeiteten, verstärkten Löffelstiel einen neuen Ausleger und einen verbesserten Unterwagen erhalten und garantiert damit eine noch höhere Einsatzverfügbarkeit als seine Vorgänger. Zur längeren Lebensdauer trägt auch ein thermisch geregelter Umkehrlüfter bei, der sich dem aktuellen Bedarf des Kühlsystems anpasst und damit die Leistungsaufnahme reduziert. Das bedeutet weniger Lärm und geringeren Kraftstoffverbrauch. Außerdem entfällt durch die Umkehrfunktion eine umständliche manuelle Reinigung des Lüfters.

Eine Premiere für den deutschen Markt ist auch das optional erhältliche „Maximum View“-Überwachungssystem. Es erzeugt eine überlappende 270-Grad-Anzeige, die dem Fahrer den Blick von oben auf die Maschine ermöglicht. Die Hardware mit den Kameras hinten und an beiden Seiten sowie ein werkseitig installierter Rückfahralarm gehören zum Standardlieferumfang. Bessere Sicht bei Dunkelheit bietet ein neues LED-Beleuchtungspaket mit dreimal hellerem Licht als vergleichbare Halogenscheinwerfer.

Case 2050M
Die Ultra-Life-Raupenketten von Berco an der Case-Planierraupe 2050M halten nicht nur länger als herkömmliche Ketten, sie rollen auch weicher und leiser ab.

Außerdem auf dem Case-Stand: Die Radlader 821G und 1021G mit 18 bzw. 25 Tonnen Einsatzgewicht, ein 63 Tonnen schwerer 4-Achs-Muldenkipper Astra HD-9, eine Planierraupe vom Typ 2050M mit Ultra-Life-Raupenketten vom Fahrwerksspezialisten Berco, ein Grader 836C AWD mit Maschinen-Steuerung von Leica Geosystems und von Vemcon entwickelter Multifunktions-Joystiksteuerung. Dieser Grader kann auf einem kurzen Parcours sogar Probe gefahren werden.

Case Construction Equipment auf der steinexpo 2017: Stand D2