Tekla BIM-Awards für ein Sportzentrum, ein Parkhaus und einen Gewerbebau

ESCHBORN, 20.07.2016 —  Die Gewinner des diesjährigen Modellwettbewerbs von Trimble in Deutschland, Österreich und der Schweiz stehen fest. Sie alle zeigen: Der Einsatz von Building Information Modeling Software (BIM) verhindert potenzielle Fehler frühzeitig, beschleunigt Bauprojekte und erlaubt schnelle Planungsänderungen.

Tekla Structures-Modell Sportzentrum GoEasy
Freizeitzentrum GoEasy: Tekla Structures erleichterte die Kommunikation zwischen Bauherr, Subunternehmer, Projektleiter, Bauleiter und den Monteuren erheblich und führte zu einem effizienteren Projektablauf.

Den ersten Platz erhält die Firma Methabau mit dem Neubau von GoEasy, ein Freizeit-, Sport- und Kurszentrum im schweizerischen Siggenthal. Das Unternehmen verantwortete die gesamte Planung des Projekts. Nach der Projektierungsphase erfolgt die detaillierte Ausführungsplanung des gesamten Stahl- und Betonfertigteilbaus mit der BIM-Software Tekla Structures. Dabei konnten potenzielle Fehler durch die Berücksichtigung aller Details bereits in der Planungsphase gelöst werden. Das Projekt wurde zwischen 2007 und 2016 in zwei Etappen geplant. Die Software wurde in beiden Phasen eingesetzt und diente auch als zentrale Grundlage für den  Daten- und Informationsaustausch mit Partnern und Zulieferern. „Das digitale Projektmodell beinhaltet alle Details“, so Harald Müller, Jury-Mitglied und Supportleiter bei Trimble in Eschborn. „Dadurch bietet es eine klare Visualisierung für den Bauherrn und die Projektbeteiligten bis hin zur späteren Wartung des Gebäudes. Viel Zeit und Mühen, die in das Modell gesteckt wurden, werden sich später wieder auszahlen.“

Tekla-Modell Parkhaus Sengenthal
Die Fertigstellung des Parkhauses II in Sengenthal war dem Zeitplan zwei Wochen voraus.

Zwei Wochen vor Termin fertig


Der zweite Platz geht an den Neubau eines Parkhauses mit 838 Stellplätzen in Sengenthal. Die Firma Max Bögl setzte zusätzlich zu Tekla Structures erstmals die Software Trimble Field Link zusammen mit der Totalstation Trimble RTS773 ein. Mit diesem System ist es möglich, Soll-Punkte aus der BIM-Software auf der Baustelle abzustecken und gleichzeitig aufgenommene Ist-Punkte in Tekla Structures zu überprüfen, um etwaige Abweichungen festzustellen. Insgesamt wurden für das Projekt 936 Fertigteile, 1.200 Tonnen Ortbeton in Form von Fundamenten und 15 Tonnen Stahlbau als Überdachungen und Giebelstützen verbaut. Dank BIM-basierter Planung konnte die Montage der letzten Fertigteile zwei Wochen vor Termin stattfinden.

Schnelle Änderungen möglich


Den dritten Platz belegt ein Projekt vom Ingenieurbüro Bau-Consult Hermsdorf. Der Neubau eines Produktionsgebäudes der Getzner Textil Weberei GmbH in Gera wurde mit Tekla Structures geplant. Das Projekt umfasst vier Websäle sowie Vor- und Nachbereitungsflächen, Logistikanbindung und Verwaltungs- und Sozialräume. Die BIM-Software wurde bereits in der Angebotsphase eingesetzt. Das darin erstellte Kalkulationsmodell erlaubte durch einen hohen Detaillierungsgrad frühzeitig eine genaue Aussage zu den zu erwartenden Mengen. Die Software ermöglichte außerdem schnelle Planungsänderungen: Der vierte Websaal beispielsweise wurde erst während der Bauzeit geplant. Änderungen konnten durch die Verknüpfung von Modell und Plan schnell kommuniziert und umgesetzt werden.
Tekla-Modell Weberei Getzner
Weberei Getzner: Durch den Einsatz von parametrischen Profilen in Tekla Structures ließen sich in der Angebotserstellung in kurzer Zeit unterschiedliche Konstruktionsvarianten durchspielen und bewerten.
Die Tekla DACH BIM-Awards wurden von einer Expertenjury aus Deutschland, Österreich und der Schweiz vergeben. Außerdem floss das Ergebnis einer öffentlichen Online-Abstimmung in die Bewertung mit ein. Zur Jury gehörten Fachjournalist Dr. Burkhard Talebitari, der Geschäftsführer des österreichischen Stahlbauverbands Georg Matzner, Silke Tremanns von Trimble International aus der Schweiz, der geschäftsführende Gesellschafter des österreichischen Tekla-Partners Construsoft, Istvan Knebel, sowie Harald Müller, Tekla-Supportleiter bei Trimble  in Deutschland. Die Gewinner des Wettbewerbs nehmen an den Tekla Global BIM Awards Ende des Jahres teil. bi