Im Einsatz: Thermo-Kippsattel bei Leonhard Weiss

MÜNCHEN, 10.02.2017 – Das Göppinger Bauunternehmen Leonhard Weiss investiert in Thermo-Sattelkipper von Meiller. Sie kommen aber nicht nur im Asphalttransport zum Einsatz: Ihre robuste Mulde verträgt auch Schotter und Gestein.

Meiller Kippsattel mit Thermomulde
Sattelkipper mit Thermoisolierung und Hardox-Mulde | Foto: Meiller
„Autobahn A 70 Bamberg Richtung Schweinfurt, zwischen Knetzgau und Schonungen 6 km Stau wegen einer Baustelle.“ Eine Radiomeldung unter vielen. Schon wieder Stau – doch Fahrbahnsanierungen sind notwendig, damit der Verkehr dauerhaft fließen kann. Die erforderliche Qualität bietet das Bauunternehmen Leonhard Weiss: 60.500 m² auf 5,6 km Länge je Fahrstreifen werden unter hohem Termindruck asphaltiert. Die Herausforderung: Ein kontinuierlicher Einbau von gleichbleibend heißem Asphalt muss gewährleistet sein. Dazu setzt der Straßenbauer Meiller-Kippsattel mit Thermoisolierung ein.
Fahrer Jörg Volkmann wendet, klappt den Unterfahrschutz hoch und rangiert rückwärts präzise an die Abdruckrollen des Straßenfertigers. Er betätigt die Fertigerbremse und wird jetzt Teil der Asphaltfabrik, die sich langsam und kontinuierlich nach vorne walzt. Ein Stopp darf nicht sein, das würde unerwünschte Unterbrechungen in der Asphaltdecke verursachen. Und so fährt ein Muldenkipper nach dem anderen heran, um die 25.000 t Asphalt je Fahrstreifen gleichmäßig aufzubringen.
Volkmann fährt als Mitarbeiter von Leonhard Weiss einen von zehn neuen Kippsattel aus München mit Thermoisolierung. Mit dieser Investition erfüllt das Bauunternehmen die Vorgaben des Gesetzgebers zuverlässig. Eine hohe und gleichmäßige Mischguttemperatur ist für den nachhaltigen Straßenbau wichtig, da nur so die Qualität des Deckenaufbaus gewährleistet wird.

Belastbare Arbeitsergebnisse

Fahrer Jörg Volkmann wartet auf das Zeichen, dann startet er sorgsam den Kippvorgang. Das 180°C heiße Asphaltmischgut gleitet dampfend in den Aufnahmebehälter des Fertigers. „Das Mischgut bleibt in unseren Thermosattel absolut heiß,“ sagt er zu. „Ich bin schon mal zehn Stunden im Stau gestanden, da war das Material immer noch gut.“ Dafür sorgt das 80 mm dicke Dämmmaterial in Kombination mit einer doppelschaligen Edelstahlverkleidung.
Beim Kauf der Kipper war für Helmut Bissinger, Leiter der Straßenfahrzeugtechnik, nicht nur der Preis entscheidend, „wir schauen auf die Qualität, den Aufbau, die Achsen und die Planensysteme.“ Er schätzt die Langlebigkeit der Meiller-Produkte, sollen sie doch bis zu 8 oder 10 Jahre im Einsatz bleiben. Für Helmut Bissinger ist die Qualität und Hitzebeständigkeit – auch der Plane – wichtig. Der Hersteller garantiert die gesetzlichen Vorgaben mit dem Zertifikat nach VDI Richtlinie 2055, als einer der ersten Hersteller überhaupt.
Bei einem kurzen Stopp am Parkplatz reinigt Volkmann Rückwand und Klappen von Asphaltresten. Dazu öffnet er auf Knopfdruck die elektrische Schiebeplane, um besser in die Mulde einsehen zu können. Er verliert keine Zeit: Unterfahrschutz wieder heruntergeklappt, Schiebeplane wieder geschlossen, damit die Mulde warm bleibt – und schon geht’s weiter.
Leonhard Weiss stattet seine Fahrzeuge grundsätzlich mit elektrischer Schiebeplane aus. „Unfallschutz ist uns wichtig, meine Fahrer müssen nirgends hochklettern“, bestätigt Bissinger. „Das spart uns Zeit und ist deshalb besonders wirtschaftlich. Außerdem ist die Plane einfach zu bedienen und liegt sauber an.“ Zusätzlich hat der Fahrer über eine Kamera, die an der Stirnwand angebracht ist, Kontrolle über die Beladung unter der Plane.


Flexibel einsetzbar


Der Fahrer nimmt Kurs auf die Mischanlage, eine neue Ladung steht bereit. Gewichtsgesteuert füllt die Anlage exakt 26 t Splittmastixasphalt in die Halfpipe-Mulde – dank elektrischer Schiebeplane auch diesmal ohne Aussteigen. Gut gelaunt geht’s zurück zur Baustelle. „Ich hab kein Stress“, lacht Volkmann. Bei Leonhard Weiss stimmen die Arbeitsbedingungen.
Im Winter fährt Jörg Volkmann anderes: Schotter, Gestein oder Felsbrocken – mit dem gleichen Thermo-Sattelkipper. Denn die Mulde aus verschleißfestem Hardox®-Stahl ist universell einsetzbar. „Wir können sogar Flüssiges fahren, die Rückwände sind absolut dicht“, so Bissinger.