Berstlining

Bild: Tracto Technik

Das Berstliningverfahren dient der grabenlosen und trassengleichen Erneuerung von Rohren in Wasser- Abwasser- oder Gasnetzen.

Ein konisch geformter Berstkörper zerstört das Altrohr und verdrängt das geborstene Rohrmaterial in das umgebende Erdreich. Bei zähen Rohrmaterialien kann vor dem Berstkopf ein Schneidwerkzeug montiert werden. In den aufgeweiteten Querschnitt wird im gleichen Arbeitsgang ein neuer Rohrstrang mit gegenüber dem Altrohr gleicher oder im Bedarfsfall auch größerer Nennweite eingezogen. Dabei finden überwiegend Kunststoffrohre Verwendung, entweder als Langrohre oder als Kurzrohre mit einer zugfesten Rohrverbindung.
Beim dynamischen Berstlining wird eine mit Druckluft angetriebene Ramme mit einer Seilwinde durch das Altrohr gezogen. Beim statischen Berstlining wird der Berstkopf mit Hilfe eines Zugmediums angetrieben. Die Kraftübertragung erfolgt durch ein Stahlseil, ein Gestänge oder eine Kette.
Zu den Vorteilen dieser Verfahrenstechnik gehört der im Vergleich zur offenen Bauweise schnelle Baufortschritt und die in Abhängigkeit von den Randbedingungen hohe Wirtschaftlichkeit. Die hydraulische Leistung der alten Leitung kann erhalten oder bei Querschnittsvergrößerung verbessert werden.