Wurzelratte hilft Baumstubben schnell und sauber zu entfernen

EILENBURG, 06.12.2017 – Mathias Wolff, Inhaber der Firma Holz-Wolff aus Eilenburg in Sachsen, führt Stubbenrodungen nur noch mit dem Baggeranbauwerkzeug Wurzelratte aus. Die vielen Vorteile dieser flexiblen Methode haben ihn überzeugt.

Nach der Arbeit mit der Wurzelratte ist der Baumstubben vollständig entfernt
Weil die Wurzelratte Holz, Steine oder Erde nicht aufschleudert, ist eine Absicherung
der Arbeitsstelle nicht notwendig und der Anwender hat eine gute Sicht auf die Arbeitsstelle.

Gut 500 Wurzelstubben haben er und sein Team in den vergangenen zwei Jahren damit entfernt. Über eine knifflige Rodungsstelle kam er auf die Idee sich eine Wurzelratte anzuschaffen. „An dem schmalen Baumbeet mit Bordsteinen und Plattenbelag konnten wir die Baumstümpfe nur mit dem Rodungsmesser entfernen“, berichtet Wolff. Speziell für diesen Auftrag schaffte er sich dann die Wurzelratte W6 für seinen 5-t-Mobilbagger und den kleineren 2,5-t-Kettenbagger an. Bisher hatte er sich dafür immer eine Wurzelstockfräse gemietet.

Anbau mit Schnellwechseladapter

Das Rodungsmesser kommt ohne Hydraulikanschluss aus und lässt sich mit einem Schnellwechseladapter an unterschiedliche Bagger montieren. „Die Wurzelratte passt in den Kofferraum. Dadurch sind wir sehr flexibel, denn einen Bagger können wir überall mieten und das Rodungsmesser nehmen wir dann einfach mit“, sagt Wolff. Dadurch kann der Garten- und Landschaftsbauer auch Aufträge annehmen, wie den im gut 100 km entfernten Herzberg bei Cottbus. Dort beseitigten er und sein Team an einem Wochenende 50 Pappel-Wurzelstöcke innerhalb von nur 12 Arbeitsstunden.. Die Stubben hatten einen Durchmesser von gut 60 bis 80 cm und standen entlang einer Ortsverbindungsstraße.

Mit der korrekt angeschliffenen Wurzelratte lässt sich der Stubben Stück für Stück abschaben
Mit der korrekt angeschliffenen Wurzelratte lässt sich der Stubben Stück für Stück abschaben. | Fotos: Mathias Wolff, Firma Holz-Wolff

Rodungsmesser aus robustem Stahl

Bei der Wurzelratte handelt es sich um ein Baggeranbau-Rodungsmesser zur schnellen und einfachen Wurzelentfernung. Dank seiner Haken-Form lassen sich der Wurzelstock sowie die weitreichenden Stark- und Seitenwurzeln dabei mit beseitigen. Gleichzeitig wird der Boden aufgelockert, so dass eine Neupflanzung direkt im Anschluss möglich ist. Während eine Fräse das Holz zerspant und mit der Erde vermischt, schabt das Rodungsmesser den Wurzelstock Stück für Stück ab und löst das Wurzelholz aus der Erde heraus. Weil dabei weder Holz noch Steine oder Erde aufgeschleudert werden, ist eine Absperrung der Arbeitsstelle nicht notwendig. Mit dem Rodungsmesser lässt sich auch an Bordsteinen, Mauern oder anderen Begrenzungen entlang arbeiten. „Mit einer Stubbenfräse bleibt man auch einmal an einem Bordstein hängen“, erklärt Wolff. Schäden an der Einfassung und am Gerät sind dann die Folge. „Deshalb hatte ich früher beim Fräsen immer einen Satz Ersatz-Fräszähne dabei.“ Sollte es mit dem Rodungsmesser einmal dazu kommen, dass es an einer Einfassung hängen bleibt, kann es im robusten Spezialstahl lediglich zu einer Scharte kommen, die sich mit einem Winkelschleifer wieder herausschleifen lässt. Da die Original-Wurzelratte praktisch unkaputtbar ist, gibt der Hersteller, die Wurotec GmbH & Co. KG, ab der dritten Generation des Rodungsmessers eine 10-Jahres-Garantie gegen Riss und Bruch der Messerplatten.

Tipp vom Profi: auf korrekten Anschliff achten

Mit der Lamellenfächerscheibe eines Winkelschleifers lassen sich nicht nur Scharten ausbessern, sondern damit wird das Rodungsmesser auch von Zeit zu Zeit nachgeschärft. Auf was dabei zu achten ist, ist in den Unterlagen, die mit der Wurzelratte ausgeliefert werden, beschrieben – und das hat seinen Grund: „Meine erste Erfahrung mit einer geliehenen Wurzelratte war nicht gerade überzeugend, weil sie nicht korrekt angeschliffen war“, berichtet Wolff. „Der richtige Schliff macht einen Unterschied wie Tag und Nacht. Deshalb empfehle ich jedem, vor dem ersten Rodungsversuch die Rodungsanleitung anzuschauen, in der auch der korrekte Anschliff gezeigt wird. bi