Deutscher Alterspreis 2016 für LebensPhasenHaus

BERLIN, 13.03.2017 – Die Robert Bosch Stiftung hat das Projekt „LebensPhasenHaus – Ein Zuhause ein Leben lang" der Uni Tübingen aus über 146 Bewerbungen mit dem Deutschen Alterspreis 2016 ausgezeichnet. Der mit 60.000 Euro dotierte Hauptpreis wurde im Rahmen einer feierlichen Verleihung in der Berliner Repräsentanz der Robert Bosch Stiftung vergeben.

Die Verleihung des Preises an das Lebensphasenhaus
Das Lebensphasenhaus gewinnt den Deutschen Alterspreis der Robert-Bosch-Stiftung (v.l.n.r.): Karin Goldstein, IHK Reutlingen, Johannes Schwörer, Geschäftsführer SchwörerHaus, Ernst-Werner Briese, Kreisseniorenrat Tübingen e.V., Prof. Dr. Udo Weimar, Unit Tübingen, Oliver Rilling, Somfy GmbH. | Foto: Robert Bosch Stiftung/ Susanne Kurz

Das LebensPhasenHaus (LPH) bietet interessierten Menschen die Möglichkeit, hautnah barrierefreie Wohn- und Freiraumkonzepte zu erleben und altersgerechte Assistenzsysteme sowie digitale Informations- und Kommunikationstechnologien auszuprobieren. Gleichzeitig ermöglicht es Vertretern aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik, sich miteinander zu vernetzen, Schnittstellenprobleme abzubauen und zukunftsweisende Technologien für das Wohnen im Alter zu entwickeln.

Türöffnung per Fingerabdruck

Die Tür zum Modellhaus öffnet sich per Fingerabdruck, im Boden verlegte Lichtbänder leiten den Bewohner nachts vom Bett zum Badezimmer. Arbeitsflächen, Schränke und sogar das Hochbeet im Garten können mit dem Rollstuhl unterfahren werden. Die meisten Exponate sind keine Zukunftsprodukte, sondern im Handel verfügbar oder, wie die altersgerechten Module des Gartens, bei einem Landschaftsgärtner zu beauftragen. Für die Jury waren vor allem die Vernetzung und der Dialog dieser Akteure vorbildhaft. Nur so könne die Verzahnung von sozialen und technischen Innovationen in der Praxis gelingen.

Der Preis für das Lebensphasenhaus
Der Deutsche Alterspreis der Robert-Bosch-
Stiftung

Bis ins Detail durchdachter Garten

Das Projekt wurde mit 550.000 Euro federführend vom Ministerium für Soziales und Integration Baden-Württemberg gefördert. Ebenfalls beteiligt sind das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst sowie das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau. An diesem Verbundprojekt ist neben der Universität Tübingen, dem Universitätsklinikum Tübingen, der Schwörer Haus KG, der Somfy GmbH, den Stadtwerken Tübingen, der IHK Reutlingen und der Ridi-Leuchten GmbH auch der Verband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Baden-Württemberg (VGL) mit acht Mitgliedsbetrieben aus der Region Neckar-Alb beteiligt. Zusammen mit 30 Azubis entstand so ein bis ins Detail durchdachter Garten mit moderner Technologie, der bis ins hohe Alter, aber auch für Menschen mit Handicap nutzbar ist. bi