GaLaBau-Verbände legen Positionspapier zur Bundestagswahl vor

BERLIN, 13.09.2017 – Unter dem Stichwort „Grün für Stadt und Land“ legten die Verbände Bund deutscher Baumschulen (BdB), Bund Deutscher Landschaftsarchitekten (bdla) und Bundesverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau (BGL) ihre gemeinsamen Positionen für die Bundestagswahl vor. Welche Themen sind aus Sicht der Verbände besonders wichtig?

Repräsentanten des BdB, BGL und bdla
Repräsentanten des BdB, BGL und bdla legten bei der 3. Parlamentarischen Veranstaltung zum Thema „Stadtgrün“ in Berlin ihr gemeinsames Positionspapier vor: (v.l.n.r.) Helmut Selders, Lutze von Wurmb und Till Rehwaldt. | Foto: BGL

Kernpunkte des Positionspapiers sind die Verbesserung des gestalteten Grüns in den Städten und Gemeinden sowie unternehmerische Forderungen zur Stärkung der grünen Unternehmen. Die Repräsentanten der Verbände Helmut Selders (BdB), Till Rehwaldt (bdla) und Lutze von Wurmb (BGL) stellten das Papier im Rahmen eines Parlamentarischen Abends in Berlin vor, an dem neben 8 Bundestagsabgeordneten aus den Ausschüssen Umwelt und Bau sowie Landwirtschaft und Ernährung, die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundeslandwirtschaftsministerium (BMEL), Dr. Maria Flachsbarth, und der Staatssekretär im BMEL, Dr. Hermann Onko Aeikens, teilnahmen. Das Bundesministerium für Umwelt und Bau (BMUB) war durch die Abteilungsleiterin Anke Brummer-Kohler vertreten.

Grüne Infrastruktur stärken

„Wir müssen die Grüne Infrastruktur ‒ bestehend aus verbundenen grünen Freiräumen mit hoher Aufenthaltsqualität ‒ gleichberechtigt neben die graue Infrastruktur aus Straßen und öffentlichen Gebäuden stellen. Das kostet personelle Ressourcen und Geld, dient aber dem Wohl der Bevölkerung und der biologischen Vielfalt“, argumentierte Till Rehwaldt. In diesem Zusammenhang machte Helmut Selders deutlich, dass auch die Forschungsanstrengungen erhöht werden müssten: „Wir müssen sowohl in die Pflanzenforschung investieren, als auch in eine Weiterentwicklung der Forschung für die Pflanzengesundheit. Dazu gehört auch die Verstetigung des integrierten Pflanzenschutzes angesichts zahlreicher neuer und aggressiver Pflanzenschädlinge.“

Bedeutung der privaten Unternehmen im grünen Sektor

Lutze von Wurmb betonte neben dem langfristigen Blick auf die nachhaltige Pflege die Bedeutung der privaten Unternehmen für den grünen Sektor: „Wir wollen eine starke Verwaltung, die kompetent die Qualität der Grünflächen sichert und weiterentwickelt. Der Bau und der Erhalt der Grünen Infrastruktur sollten aber weitgehend in der fachkundigen Hand der Unternehmen sein. Hierzu müssen die wirtschafts- und finanzpolitischen Rahmenbedingungen stimmen.“ Auf den Internetseiten der Verbände kann das Positionspapier heruntergeladen werden. bi